MORBUS HASHIMOTO

 

 

Autoimmune Entzündung. Bei der Hashimoto Thyreoiditis handelt es sich um eine autoimmune Entzündung der Schilddrüse, bei der der Körper u.a. Antikörper gegen die eigenen Schilddrüsenzellen bildet. 

 

Verlust der Schilddrüse. Die Schilddrüse kann dadurch auf Dauer zerstört werden. Die Folge ist in der Regel eine Schildrüsenunterfunktion und damit eine Unterversorgung an lebenswichtigen Schilddrüsenhormonen. Schilddrüsenhormone als hormonelle Taktgeber sind im gesamten Stoffwechsel für Antrieb und Energie aber von größter Bedeutung. 

 

Symptomatischer Hormonausgleich. Die klassische Behandlung des Morbus Hashimoto besteht im medikamentösen Ausgleich der abnehmenden Schildrüsenfunktion. Der kontinuierliche Verlust der Schilddrüse wird ggf, mit Ultraschall dokumentiert. Dies ist zwar eine sinnvolle symptomatische Behandlung. die Ursachen allerdings werden nicht behandelt, da sie nicht bekannt sind. Schulmedizinisch gilt der Morbus Hashimoto, wie andere autoimmune Erkrankungen, als nicht heilbar.

 

DIE INTEGRALE SICHT

 

Systemerkrankung. In einer integralen Sicht allerdings werden autoimmune Entzündungen als Systemerkrankungen betrachtet. Wird der Morbus Hashimoto nicht nur als isolierte Organerkrankung gesehen, sondern als Ausdruck einer insgesamten "leisen unterschwelligen" Entzündung des gesamten Körpers (Silent Inflammation), bieten sich eine Reihe neuer Behandlungsoptionen.

 

Silent Inflammation. Die entzündete Schilddrüse ist in der integralen Betrachtung das Organ, dass auf eine "Silent Inflammation" im gesamten Organismus hinweist, bei dem sich also die stille unterschwellige Entzündung manifestiert. Häufig finden sich Komorbititäten (zusätzliche Erkrankungen) wie Dysplasien, Neurodermitis und andere chronisch entzündliche Erkrankungen. Der gesamte Körper ist also erkrankt, nicht nur das Organ, wenn auch ggf. unterschwellig und leise. 

 

Das Thema Jod. Das Element Jod beschleunigt nach klassischer Sicht den Krankheitsverlauf des Morbus Hashimoto. Dies allerdings ist Gegenstand weltweiter Forschungen und wird von führenden Schilddrüsenforschern und aus einer integralen Sicht als so nicht mehr haltbar betrachtet. Denn Jod ist essentiell für etwa 150 andere bedeutsame Körperfunktionen. Es ist z.B. möglich durch einen gezielten speziellen Protokoll-Aufbau die Schilddrüse wieder an das lebenswichtige Jod zu adaptieren.

 

FRUCHTBARKEIT

 

Die gestörte Hormonproduktion der Schilddrüse beeinträchtigt auch Fruchtbarkeit, eine natürliche Empfängnis ist dadurch erschwert. Auch das Risiko einer Fehlgeburt ist bei einer Autoimmunerkrankung der Schilddüse erhöht.

  

Oxidativer Stress & Antioxidantien

 

Auch wenn die Ursachen für das Auftreten einer Autoimmunthyreoiditis nicht isoliert zu betrachten sind, so wird immer deutlicher, dass oxidativer Stress an der Krankheitsentstehung mitbeteiligt ist. Da oxidative Schädigungen von Zellen gleichzeitig auch die Eizellqualität, die frühe Embryonalentwicklung und sogar die Einnistung des frühen Embryos beeinträchtigen ist auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien zu achten.

 

B-Vitamine

 

Patienten mit Autoimmunthyreoiditis haben ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin B12 Mangel. Neben seiner Bedeutung für die Zellteilung zusammen mit anderen Vitaminen der B - Gruppe ist B12 unentbehrlich für die Regulation des Homocysteinstoffwechsels.

 

Eisen, Magnesium, Q 10

 

70 % der Patientinnen mit M. Hashimoto leiden z.B. zusätzlich unter einem Eisenmangel. U.a. auch Eisen ist ein bedeutsamer Faktor für die Schilddrüse und in der integralen Kinderwunschbehandlung. Wie in der gesamten integralen Medizin sind nie isolierte, sondern immer multimodale und systematische Behandlungen zielführend.

   

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

Arzt,

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin

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