INTEGRALE MEDIZIN

WARUM WIR SUPPLEMENTIEREN MÜSSEN

 

 

Eine Frage treibt Viele, und nicht nur die gesundheitsbewussten Akademiker, wie eine Gazette behauptet, sondern diese Frage betrifft alle: Müssen wir Mikronährstoffe zusätzlich nehmen, oder nicht? Müssen wir supplementieren? Ja, oder nein? Die kurze Antwort: Ja, wir müssen! Nachfolgend werde ich Schritt für Schritt, also Vitamin für Vitamin, Mineralstoff für Mineralstoff erklären warum. Um vorab nur ein Beispiel von vielen: Noch immer werden in Deutschland etwa 700-800 Kinder mit einem "offen Rücken" geboren. Eine Ursache der Spina bifida, wie es fachlich heißt, ist ein Mangel an Folsäure, dem Vitamin B9. Und Folsäure ist nur eines von 13 Vitaminen. Aus diesem Grunde empfehle ich Schwangeren bereits bei Kinderwunsch die Einnahme von Folsäure.

 

 

MÜSSEN WIR SUPPLEMENTIEREN?

 

 

Nährstoffgehalt in Lebensmitteln 1985 und 1999. Und heute ist 2017.

 

 

Diese Studie ist eine von vielen, die in der Fachwelt weitreichend bekannt sind. Der Nährstoffverlust liegt vor allem darin begründet, dass Lebensmittel immer billiger und schneller produziert werden müssen. Die Böden sind aufgrund chemischer Düngung oft leer und erhalten nur noch das mindestmaß an Nährstoffen. Kiwi z.B. haben einen Vitamin C Gehalt von 50 mg. Sechs davon würden ausreichen um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Sie haben heute aber nur noch einen Gehalt von etwa 5-10 mg an Vitamin C. Das wären dann schon 30-60 die man verzehren müsste.

 

 

NATIONALE VERZEHRSSTUDIE 2008

 

 

Mit der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS 2008), wurde 2008 untersucht, wie sich die Menschen in Deutschland ernähren und wie sich ihr Ernährungsverhalten auswirkt. Für Deutschland wurden repräsentative Daten zum aktuellen und üblichen Verzehr an Lebensmitteln erhoben und der Ernährungsstatus der Bevölkerung abgebildet. Das Max Rubner-Bundesforschungsinstitut MRI (früher: Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel)- eine relativ neutrale Einrichtung also -  führte im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die NVS II durch. Zwischen November 2005 und Januar 2007 wurden bundesweit fast 20.000 deutschsprachige Personen zwischen 14 und 80 Jahren, die in Privathaushalten leben, zu ihrem Lebensmittelverzehr befragt. Unter anderem wurden Daten zum Ernährungswissen, Einkaufsverhalten und den Kochfertigkeiten erhoben. Auch die Art und Menge an Lebensmitteln, die die Befragten zu sich nehmen, wurden berücksichtigt. Damit werden auch Informationen über den Verzehr von z. B. angereicherten Lebensmitteln, Bio-Lebensmitteln oder speziellen Sportlerprodukten gewonnen. Des Weiteren flossen Körpergröße und - gewicht der Befragten sowie deren körperliche Aktivität und weitere Lebensstilfaktoren mit ein.

 

 

EINIGE ERGEBNISSE DER NVS II 2008

 

 

Annähernd 60 % der Deutschen essen zu wenig Obst, nämlich weniger als 250 g/Tag. Frauen essen mit 270 g/Tag durchschnittlich mehr Obst als Männer (222 g/ Tag). Trotzdem erreichen 54 % der Frauen die DGE-Empfehlung nicht.

 

Männer verzehren doppelt so viel Fleisch, Wurstwaren und Fleischerzeugnisse wie Frauen. Täglich essen sie 103 g Fleisch, Wurstwaren oder Fleischerzeugnisse. Bei Frauen landen täglich nur 53 g auf dem Teller. Bei den Männern sinkt der Verzehr von Fleisch, Wurstwaren und Fleischerzeugnissen ab der Altersgruppe von 19 bis 24 Jahren.

 

Die Deutschen essen im Vergleich zum Fleischverzehr kaum Fisch. Durchschnittlich essen Männer 29 g und Frauen 23 g pro Tag. Eine ausreihende Vitamin D Aufnahme über die Ernährung ist damit, wie von manchen behauptet nicht möglich.

 

 

ZUR VERSORGUNG MIT VITAMINEN 

 

 

Deutlich unter den empfohlenen Werten liegt die Aufnahme von Vitamin Dund Folsäure. 100 % der Männer und Frauen unterschreiten die Empfehlung für die Vitamin D-Zufuhr. 79 % der befragten Männer und 86 % der Frauen unterschreiten die Empfehlung für die Folsäure-Zufuhr.

 

Auch bleibt die tägliche Aufnahme von Vitamin C bei einem Drittel aller Männer und Frauen unter dem Referenzwert. Den am schlechtesten Versorgten fehlen circa 50-60 mg Vitamin C. 

 

In der Altersgruppe vom 19.-80. LJ. erreichen nur circa 50 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung für Vitamin E. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen circa 7,5 mg Vitamin E, den Frauen fehlen entsprechend circa 4 mg. 

 

 

ZUR VERSORGUNG MIT MINERALSTOFFEN UND SPURENELEMENTEN

 

 

Milch und Milchprodukte liefern im Durchschnitt etwas mehr als 40 % des täglichen Calciumbedarfs von 1.000 mg für Erwachsene. Nur etwa 5 % der Teilnehmer decken ihren kompletten Calciumbedarf bereits durch den Verzehr von Milch und Milchprodukten.

 

Ca. ein Drittel der deutschen Bevölkerung erreicht die tägliche Zufuhr-Empfehlung für Magnesium nicht. Bei den weiblichen Jugendlichen (14-18 Jahre) nehmen sogar 56 % nicht genügend Magnesium auf. Den am schlechtesten Versorgten Männern wie auch Frauen fehlen 169 mg Magnesium pro Tag.

 

Was die Eisenversorgung betrifft, erreichen in der Altersgruppe vom 19.-50. LJ. nur 25 % der Frauen die Menge der Zufuhr-Empfehlung, wobei den am schlechtesten Versorgten circa 8 mg Eisen fehlen. Bei den über 51jährigen Frauen sind nur 63-75 % ausreichend versorgt, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 3-4 mg Eisen fehlen.

 

Ohne die Verwendung von jodiertem Speisesalz erreichen 96 % der Männer und 97 % der Frauen die tägliche Zufuhr-Empfehlung der DGE für Jod nicht.Geht man davon aus, dass für alle Rezepte und Mischungen jodiertes Speisesalz verwendet wird, liegen noch 28 % der Männer und 53 % der Frauen unter der Empfehlung für die Jodzufuhr. Es ist anzunehmen, dass die tatsächliche Jodaufnahme in der deutschen Bevölkerung zwischen den Werten ohne und mit Berücksichtigung von jodiertem Speisesalz liegt.
Unter Berücksichtigung der Jodzufuhr über jodiertes Speisesalz fehlt den am schlechtesten versorgten Männern 74 µg Jod und den am schlechtesten versorgten Frauen 109 µg Jod.

 

Die Zinkaufnahme ist bei 32 % der Männer und 21 % der Frauen unzureichend, d. h. der Bedarf wird nicht gedeckt. In der Altersgruppe ab 65 Jahren erreichen sogar 44 % der Männer nicht die empfohlene tägliche Zufuhr für Zink. Den am schlechtesten versorgten Männern fehlen täglich 3,7 mg Zink. Bei den Frauen sind es 2,3 mg.

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

ARZT,

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