INTEGRALMEDIZIN

LEBENSSIGNAL VITAMIN D3

 

 

Mehr als 90% der Menschen in unseren Breiten leiden an einem Mangel am Sonnenvitamin  D (u.a. NVS 2008). Die Gründe sind vielgestaltig, liegen aber überwiegend an unserem modernen Lebenswandel. Lebten Menschen früher etwa 12 Stunden draußen in der Sonne, so sind es heute im Mittel nur noch 30 Minuten. Studien zeigen ein dauerhafter Vitamin D Mangel kann Erkrankungen wie zum Krebs, Diabetes, neurodegenerative und autoimmune Erkrankungen wie MS, M. Parkinson Colitis, Lupus erythematodes, Arthritis, Fibromyalgie, Sclerodermie, Morbus Crohn, Vitiligo und andere begünstigen. Zunehmende medizinische Evidenz zeigt dass Vitamin D einen positiven Effekt sowohl in der Prävention, als auch in der Behandlung von entzündlichen, autoimmunen und neurodegnerativen Erkankungen haben kann. Eine Supplementation in der richtigen Dosierung ist daher für die meisten Menschen zu empfehlen.

   

 

60.000 UNTERSUCHUNGEN UND DER NOBELPREIS: VITAMIN D3

 

 

Kaum ein Naturstoff ist mit über 60.000 Studien so intensiv beforscht wie das Sonnenvitamin D. Bereits 1928 erhielt der Berliner Professor A. Windaus den Nobelpreis für Forschungen zum Vitamin D. Windaus erkannte, dass Vitamin D eines der wichtigsten Lebenssignale für unseren Körper ist. Das Sonnenvitamin D signaliert jeder einzelnen Zelle: Raus aus dem Winterschlaf, draussen ist Sonne, draussen ist Leben und damit Nährstoffe und Energie. Der Stoffwechsel, der Zellmotor wird wieder angeworfen und die Zelle läuft damit nicht mehr im Leerlauf. Die Zellkraftwerke, die Mitochondrien vermehren sich zum Beispiel rasant.  Zell-Regeneration, -entgiftung und -aufbau werden wieder durchgestartet.

 

 

NICHT NUR RACHITIS UND OSTEOPOROSE

 

 

Bis vor kurzem dachte man noch Vitamin D sei lediglich in der Behandlung der Knochenkrankheiten Rachitis, der seit etwa 1600 bekannten "Englischen Krankheit", und der Osteoporose von Bedeutung. Heute aber wissen wir, Vitamin D wirkt in allen Körperzellen. Die Knochenerweichung (Rachitis) ist nur die erste akut erkennbare Auswirkung eines Vitamin D Mangels.

 

Viele andere Erkrankungen wie Depressionen, Erschöpfung, neurodegenerative (MS, Parkinson, Demenz) oder autoimmune Erkrankungen (Neurodermitis, M. Hashimoto) können heute unter anderem einem Mangel an Vitamin D zugeschrieben werden.

 

Insbesondere die Forschungen von Professor Holik, dem weltweit führenden Vitamin D Forscher,  an der Stanford University zeigen: Vitamin D wirkt nicht nur in den Knochen, sondern in allen Körperzellen. Es codiert Gene und ist damit eine Art genetischer Bauplan und ein Stoffwechsel - Umschalter zwischen dem aktiven Sommer- und dem passiven Wintermodus unserer Zellen.

 

Im Sommer stellen sich unsere Körperzellen auf ein aktives Leben mit Regeneration, Aufbau und Engiftung ein. Im nährstoffarmen Winter programmieren sich unsere Zellen auf Überleben und auf Sparflamme. Energie wird hier nicht verbrannt, sondern zum Beispiel in Speicherfett umgewandelt.

 

 

DER UMSCHALTER VITAMIN D3 SOMMER-, ZU WINTERSCHLAFMODUS

 

 

UNSER LEBEN FINDET HEUTE HINTER FENSTERN STATT UND NICHT MEHR IN DER SONNE. DAS SIGNAL AN DEN KÖRPER IST: FAHRE DIE SYSTEME RUNTER, WIR SIND IM WINTERSCHLAF

 

 

UNSER KÖRPER IM DAUERWINTERSCHLAF

 

 

Abb: Mittlere Vitamin D Werte in Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung

 

 

FEHLENDES SONNENLICHT

 

Seit etwa 40 Jahren wird seitens der Hautärzten von der Sonnenexposition abgeraten. Und wenn dann bitte mit einem Sunblocker mit Faktor 50.

 

Viele Erkrankungen aber finden eine Grundlage im fehlendem Sonnenlicht. So hat man heute verstanden, dass zum Beispiel Depressionen oft besser mit Sonnenlichttherapie, als mit Antidepressiva zu behandeln sind. Die Liste der D3 abhängigen Erkrankungen ließe sich verlängern. Unsere Vitamin D Spiegel liegen heute zu 90% unterhalb der Normgrenze von 30 ng/ml. Erst ab 40 ng/ml ist von einer günstigen Stoffwechselwirkung des Vitamin D auszugehen. Optimale aktive Sonnenwerte liegen bei 60-80 ng/ml. Das ist die Menge an D3, die Menschen besitzen, die überwiegend in der Sonne und in der freien Natur leben.

 

 

RAUS AUS DEM WINTERSCHLAF, REIN INS LEBEN.

 

 

Die Basis integraler medizinischer Behandlung ist, wie die Basis allen Lebens,  das Sonnenlicht. Es klingt zu einfach und ist es auch. Leben braucht Sonne. Sie ist das Signal an unseren Körper: "Zurück ins Leben". Dies kann u.a. die Psyche, die Immunabwehr, den Zuckerstoffwechsel und die Knochen regulieren. D3 ist damit vermutlich einer der wichtigsten biologischen Baupläne unseres Körpers. 

 

 

WELCHE DOSIS?

 

 

Bezüglich der erforderlichen täglichen Basisdosis Vitamin D3 herrscht breite Verwirrung. Erst im April 2012 wurde der DACH Richtwert von 200 IE auf 800 IE erhöht. Und dieser Wert ist immer noch deutlich unter dem täglichen Bedarf von etwa 3000-6000 IE. Die European Food Safty Authority (EFSA) hat diesen Wert auf 4000 IE mittleren Tagesbedarf für Erwachsene festgelegt. Dies kommt dann in einen sinnvollen Bereich. Immerhin bildet unser Körper in der Natur bei einem kurzen sommerlichen Sonnenbad (Mittagssommersonne, keine Schutzcreme) schon etwa 10.000 - 20.000 IE Vitamin D3. 

 

Die sinnvolle Dosis des D3 muss individuell nach Alter, Körpergewicht und Ausgangswert angepasst sein um einen zu niedrigen Vitamin D Spiegel anzuheben. Dies zeigen auch langjährige eigene Untersuchungen und Erfahrungen. Mit den in Deutschland empfohlenen 800 IE ist es nicht möglich einen guten Vitamin D Spiegel zu erreichen. Der sinnvolle Blut-Wert sollte ganzjährig mindestens  über 40 ng/ml liegen. Menschen die in der Sonne leben oder Rettungschwimmer liegen bei Werten um 60-80 ng/ml.

 

 

DIE BLUTWERTE

 

 

Die Höhe des Vitamin D3 lässt sich sicher im Blut feststellen. Und sollte bis die individuelle Dosis gefunden ist, alle 3 Monate überprüft werden. Hierzu genügt der 25 - OH - Vitamin D Wert. Dieser Wert zeigt wie leer oder voll die Sonnen-Speicher sind. Der Normwert liegt zwischen 30 - 100 ng/ml. Der durchschnittlich in unserern Breiten gemessene Wert allerdings bei nur  5 - 15 ng/ml und ist damit weit unterhalb des Sinnvollen. 

 

Der Idealwert des Vitamin D sollte in der Mitte von 30 bis 100 ng/ml, bei etwa 65 ng/ml liegen. Selbst unter regelmässiger D3 Einnahme von 20.000 IE einmal pro Woche erreichen diesen günstigen Blutspiegel nur Wenige. Dies liegt zum einen an der Compliance, das heißt die Einnahme wird häufiger vergessen, als auch an der individuellen Resorption (Aufnahme) im Körper. 

 

D3 sollte am Besten mit der Mahlzeit, z.B. einem Butterbrot oder einem Öl, z.B. im Salat genommen werden. Dies verbessert die Aufnahme des fettlöslischen Vitamins.

 

Es gilt die Messeinheiten zu beachten. Bei der Einheit nmol/l erhöht sich der Messwert um den Faktor 2,5. Das führt häufig zu Missverständnissen. 80 ng/ml oder auch 80 ug/l  25-OH-Vitamin D3 sind ein guter Wert, 80 nmol/l aber ist zu gering.

 

 

VITAMIN D3 ALS THERAPIE

BEHANDLUNG NACH PROFESSOR COIMBRA

 

 

Prof. Coimbra entwickelte vor mehr als 20 Jahren an der Universität Sao Paulo eine ärztlich geführte Vitamin D Hochdosis - Therapie bei unter anderem autoimmunen (Neurodermitis, M. Hashimoto) und neurodegenerativen Erkrankungen (MS, Parkinson, Demenz). Nach seinen Angaben sind mit dieser Therapie weltweit bisher mehr als 20.000 Patienten zu 95% erfolgreich behandelt.  

 

Die systematische Behandlung mit Vitamin D3, Magnesium, Vitamin B2 und anderen Naturstoffen sollte allerdings nicht im Selbstversuch durchgeführt werden, sondern muss von einem erfahrenen Arzt begleitet sein. So muss zum Beispiel die therapeutische Wirkung der Behandlung anhand von Blut- und Urinntersuchungen regelmäßig kontrolliert sein. 

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

ARZT,

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