BIOLOGISCHE / KOMPLEMENTÄRE MEDIZIN

INTEGRALMEDIZIN

 

 

 

Viele Erkrankungen, Störungen der Gesundheit und des dauerhaften individuellen Wohlbefindens sind mit der systematischen therapeutischen Anwendung überwiegend biologischer Substanzen gut (mit-) behandelbar. Dies betrifft insbesondere chronische, autoimmune, degenerative Erschöpfungs- und maligne Erkrankungen. 

 

Keine Alternativmedizin

 

Integrale Medizin versteht sich nicht als Alternativmedizin, sondern bezieht schulmedizinische Behandlungen soweit erforderlich und/oder gewünscht grundsätzlich in eine Therapiesystematik mit ein. Sie grenzt sich hierdurch von Alternativmedizin ab. 

 

Wir behandeln u.a. nach den Richtlinien der Gesellschaft für Integrale Medizin (Komplementärmedizin) in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe NATUM/DGGG, und sind zertifiziert. 

 

Expertise: Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der integralen Behandlung.

 

 

WANN IST INTEGRALE MEDIZIN SINNVOLL?

THERAPIE INDIKATIONEN

 

 

Integralmedizin ist insbesondere bei Entzündungen und chronischen Erkrankungen anwendbar.  Zum Beispiel bei geschwächtem Immunsystem, autoimmunen Erkrankungen wie dem Morbus Hashimoto, neurodegenerativen Erkrankungen (MS, Parkinson, Demenz), Dysplasien der Gebämutter, Burn-Out, Erschöpfung, chronischer Müdigkeit, Haarausfall, chronischen Infekten, Blasenentzündungen, Endometriose, Arthrose, Arthritis, Osteoporose, Wechseljahren.

 

So müssen z.B. Dysplasien der Gebärmutter nicht immer operiert werden. Auch die Eizell- und Spermienqualität lässt sich im Rahmen einer integralen Kinderwunschbehandlung oft deutlich verbessern.

 

Bei der integralen Krebserkrankungen benötigen Patienten nicht selten weniger chemische Therapeutika, Fatique. Stimmung, Appetit und Lebensqualität verbessern sich, der Haaraufall kann vermindert oder gestoppt werden.

 

 

THERAPIEOPTIONEN

 

 

Hochdosis-. Protokoll- , Gluthadion- und Detox Infusionen, Myer´s Cocktail, Curcumin, Selen, Q10, Eisen, Procain-Base, KPU, Mitochondriale Infusionen und Oxyven ® sind nur einge der möglichen Therapieoptionen einer systematischen professionellen ärztlichen integralen Behandlung.

 

 

WAS BEDEUTET BIOLOGISCHE INTEGRALMEDIZIN?

 

 

Biologische Integralmedizin ist ein Überbegriff für eine ganz Reihe verchiedener Behandlungen. Sie ist auch unter den Begriffen komplementäre, holistische, orthomolekulare, biologische, ganzheitliche, mitochondriale, präventive, regenerative Medizin, TCM oder Erfahrungsmedizin bekannt. Allen Verfahren gemeinsam ist, dass sie mit der systematischen therapeutischen Anwendung in Art, Dosis und Dauer, natürlicher Substanzen und biologischer Verfahren präventiv, regenerativ, heilend und erhaltend behandeln. 

 

 

DAS SYSTEM, NICHT NUR DAS SYMPTOM

 

 

Integrale biologische Medizin behandelt nicht primär das Symptom und/oder das Organ, sondern das gesamte regenerative System unseres Körpers. Es wird bildlich gesprochen, nicht das Blatt oder der Ast eines Baumes, sondern der Baum behandelt. Es steht also z.B. nicht die entzündete Schilddrüse im Vordergrund, sondern der gesamte Körper.

 

Integrale Medizin fragt nach Ursachen und begreift Erkrankungen vor allem auch als oft langjährige Folge von Unterversorgungen und/oder gar Mangelzuständen. So können zum Beispiel Depressionen ihre Ursache im chronischen Mangel an Sonnenlicht haben. Lebten Menschen einmal bis zu 12 Stunden am Tag im freien Sonnenlicht, sind es heute im Mittel noch etwa 28 Minuten. Die Sonnenbehandlung ist daher mittlerweile auch in der Schulmedizin anerkannt. 

 

Integrale Medizin denkt damit vor allem ursachenorientiert. Nicht primär das Symtom oder das Organ, sondern das regenerative System wird behandelt. Der zunächst therapeutische Einsatz und dann der sinnvolle langfristige Ausgleich mit natürlichen Substanzen steht im Vordergrund. Die Behandlung mit körperfremden chemischen Substanzen soll reduziert oder vermieden werden. 

 

In der Denkweise der integralen Medizin gibt es strenggenommen keine Erkankungen. Erkrankungen gelten als Folge oft langjähriger Mangelzustände. Dies deckt sich in weiten Teilen mit traditionellen erfahrungsmedizinischen Ansätzen wie zum Beispiel der chinesischen Medizin (TCM). Osteoporose, Depressionen, Burn-Out  können die Folge langjähriger Mängel sein.  

 

 

DIE 4 STUFEN DER BIOLOGISCHEN MEDIZIN 

 

 

In der integralen biologischen Medizin (Komplementärmedizin) lassen sich grundsätzlich vier individuelle Behandlungsstufen unterscheiden: Vorsorge (Prävention), Erholung (Regeneration), Behandlung (Therapie) und die Erhaltung.

 

 

1  PRÄVENTIV. MIR GEHT ES GUT. WAS KANN ICH TUN, DASS ES SO BLEIBT? 

 

 

Es geht Ihnen blendend und Sie wollen, dass das auch so bleibt. Ihr gefühlter körperlicher Energie-Level liegt bei 90 - 120 Prozent. Dies bedeutet Sie sind nicht nur gesund, sondern Sie fühlen sich auch absolut wohl mit 100 Prozent Energie und Lebenskraft. Sie springen morgens in den Tag und gestalten Ihr Leben aktiv. Und möchten vor allem auch, dass es so bleibt. Es ist Ihnen bewusst, dass Sie aktiv etwas dafür tun können. 
 
Hier empfiehlt sich u.a. der jährliche Check und der regelmäßige vorsorgliche Ausgleich. Hier ist der integrale Ansatz nicht nur auf die Abwesenheit von Krankheit gerichtet, sondern auch auf den berechtigten Anspruch, sich in jeder Lebensphase absolut wohlfühlen zu dürfen. Von manchen wird dies gerne als Wohlfühlmedizin oder Selbstoptimierung bewertet. Auch dies ist aber ein berechtigter Anspruch.
 
Bereits 1948 definerte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit nicht nur als  reine Abwesenheit von Krankheit, sondern auch als das Recht  auf Wohlbefinden.
 
 

 

2   REGENERATIV. SIE SIND NOCH NICHT KRANK, FÜHLEN SICH ABER SCHON LANGE NICHT MEHR WOHL

 

 

Sie sind noch nicht ernsthaft krank, aber es geht Ihnen schon lange nicht mehr gut. Sie sind nicht im vollen Besitz Ihrer Kräfte. Ihr gefühlter körperlicher Energielevel liegt bei 10 - 70 Prozent. Hier und da leiden Sie unter Müdigkeit, Schlappheit, etwas Ohrpfeifen, Infekten oder längeren Erkältungen. Manchmal haben Sie Stimmungschwankungen, Rückenschmerzen oder andere diffuse Allgemeinsymptome. Der Hausarzt sagt, "er kann nichts finden, die Werte sind in Ordnung". Ihnen geht es aber dennoch nicht gut und Sie spüren: irgendwas stimmt nicht. Nicht selten wird dies fälschlicherweise auf die Psyche geschoben. Dies klingt gut und irgendwie hat ja heute alles seine Ursache in der Psyche. Dies ist leider aber in der Regel falsch.  

 

Konventionelle Medizin jedenfalls hilft in solchen Erschöpfungssituationen selten, denn Sie sind im eigentlichen SInne ja (noch) nicht krank. Bestenfalls erhalten Sie ein Psychopharmakon und gute Ratschläge: "Nehmen Sie ab, bewegen sich mehr, ernähren Sie sich gesund und bringen Sie Ihr Seelenleben wieder in Ordnung, dann wird das schon wieder." Auf Wiedersehen, der Nächste bitte. 

 

Sie spüren aber, dass irgendwas nicht mehr stimmt in Ihrem System. Ihr Körper ist nicht im Gleichgewicht. Irgendwo sind unerkannte Mängel. Vitamine im Supermarkt haben Sie schon einige probiert. Irgendwie funktioniert das aber nicht. Sehr häufig finden sich, wenn man mal genauer schaut beim Integralen Arzt oder auch beim guten Heilpraktiker, erhebliche Mängel an natürlichen Substanzen, wie z.B. Eisen, B12, B9, D3, Q10, Gluthadion, Magnesium, Zink oder eine Homocysteinerhöhung. Um nur wenige Substanzen zu nennen. 

 

Integrale Medizin untersucht zusätzlich zu den "Grobwerten" im Blut eine ganze Reihe zusätzlicher, wichtiger Feinwerte, die die konventionelle Medizin in der Regel nicht untersucht oder wenn, dann meist falsch bewertet. Sie hört sich nicht bloß "den Motor durch die geschlossene Motorhaube" an, sondern sie schaut unter sie.

 

 

3  THERAPEUTISCH. SIE SIND KRANK UND HABEN VERSTANDEN, DASS ES SINNVOLLE NATÜRLICHE INTEGRALE BEHANDLUNGSOPTIONEN GIBT

 

 

Sie sind erkrankt und haben verstanden, dass es integrale / komplementäre Behandlungen gibt und diese wichtig sind für eine echte und nachhaltige körperliche Gesundung sind. Ihr gefühlter Energielevel liegt bei 0 - 40 Prozent. Integrale Therapien bieten sich bei praktisch allen Erkankungen an. Eine Domäne sind hier chronische Erkankungen, zum Beispiel  Autoimmunerkrankungen. Eine Behandlung findet hier z.B. zunächst mit Hochdosis-Infusionen wie Curcuma statt.

 

 

4  ERHALTEND. WIEDER FIT UND DAS SOLL JETZT SO BLEIBEN

 

 

Sie sind endlich wieder fit und gesund und möchten alles dafür tun, dass Sie nicht wieder in die vorige Krankheit/Situation rutschen.

 

 

KRANK IM SCHLARAFFENLAND: NÄHRSTOFFMANGEL BIS ZU 95% (NVS 2008)

 

 

"Bei guter Ernährung und 6 Portionen Obst und Gemüse pro Tag kommt es in westlichen Ländern zu keiner Unterversorgung, wir haben keinen Nährstoffmangel." Dies Aussage ist richtig und sie ist falsch. Bei den energiereichen hochkalorischen Makronährstoffen wie Zucker, Eiweiß und Fett bietet unsere Ernährung sogar zuviel. Bei den Mikronährstoffen stellt sich die Situation aber anders dar. Hier sind wir im Mittel häufig unterversorgt. Wie eine differenzierte und unabhängige Studie im Auftrag der Bundesregierung, die Nationale Verzehrsstudie von 2008 (NVS 2008), belegt. Insbesondere bei Vitamin D, Folsäure (B9), Jod und Magnesium besteht ein teils erheblicher Mangel bzw. eine wechselnde Unterversorgung. Auch deshalb wird z.B. Schwangeren nicht nur komplementärmedizinisch, sondern auch seitens der konventionellen Medizin eine Supplementation mit Folsäure, Jod und Omega 3-Fettsäuren empfohlen. Der Magnesiumbedarf ist zudem in vielen Fällen nicht gedeckt. Dies betätigt u.a. ein sog. "Cochran Review", die höchste der Stufe des konventionellen Beweises. Eine Supplementation senkt u.a. die Gefahr von Fehlbildungen und zeigt: Nicht in allen Fällen ist unser Bedarf an Mikronährstoffen gedeckt.

 

 

Rückgang wichtiger Nährstoffe 1985 bis 1999. Und heute schreiben wir das Jahr 2019.     

 

 

Aufgrund unserer modernen Lebensweise leiden wir an einem Mangel an Sonnenlicht und damit am Sonnenvitamin D3. Auch dies weist die NVS 2008, zahlreiche andere und eigene Untersuchungen aus. So liegt der durchschnittliche 25-OH Vitamin D-Spiegel, der relevanten Speicherform des Sonnenvitamins bei etwa 15-18 ng/ml und damit weit unterhalb des sinnvollen Grenzwertes von 40 ng/ml. Sonnenlicht aber ist die Grundlage allen Lebens. Ohne Sonne befindet sich unser Körper im "Winterschlaf". Dies signalisiert z.B. unserem Körper die zusätzliche Fettspeicherung, den "Winterspeck". Einer der Gründe, warum eine Gewichtsreduktion in dunklen Winterzeiten kaum gelingt. Das Lebensignal Sonne codiert mehr als 2000 Gene, steuert damit praktisch alle Lebensvorgänge und sagt dem Körper: Du lebst, wirf deinen Stoffwechsel an. Sonne bedeutet Leben. Eine Supplementation in hinreichender Dosierung scheint heute im modernen, sonnenarmen Leben obligat. 

 

 

 

1 DEVID Studie: Untersuchung des Vitamin-D-Spiegels an 1.200 Patienten: 80 % haben einen zu niedrigen Spiegel.

2 Nationale Verzehrsstudie 2008 (NVS 2008) vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

 

BIOLOGISCHE MEDIZIN DENKT IM ZUSAMMENSPIEL,  SYNERGIE UND VERNETZT

 

 

Die Wirkung von Naturstoffen entfaltet sich in der Regel nicht sofort, sondern erst nach einer Dauer von Tagen, wenigen Wochen oder Monaten. Dann aber nachhaltig, weil die Gleichgewichte im Körper wieder hergestellt werden. Manche Menschen verlieren die Geduld und vermuten, dass die Behandlung nicht anschlägt. Komplementärmedizin entfaltet ihre Wirkung in der Regel jedoch erst im kontinuierlichen Zusammenwirken mehrerer Komponenten. Den einzelnen, durchschlagenden natürlichen Wirkstoff gibt es kaum. Wie bei einem guten Gericht, einem Symphonieorchester, einer Sportmannschaft oder einem Puzzle: Erst das Zusammenspiel, die Synergien, sorgen für den Erfolg. Ein einzelnes Mittel bei einem Immundefzit bleibt erfolglos, wenn nicht gleichzeitig andere Defizite ausgeglichen werden. Die so bedeutungsvollen Probiotika sind beim Darmaufbau nicht erfolgreich, wenn nicht zuerst die häufig bestehende Darm-Entzündung mit Infusionen (Tabletten werden kaum resorbiert) bekämpft wird. Eine Hautbehandlung bleibt oft erfolglos, wenn nicht verstanden wird, dass häufig auch Darm und Lunge als äußere (Schleim)Häute ganzheitlich betrachtet werden müssen. Komplementärmedizin löst sich vom Organdenken und denkt und (be)handelt vernetzt. System statt Symptom. Es ist eine grundsätzlich bestechende Vorstellung, ein Symptom mit einer Substanz zu behandeln. Dies funktioniert aber ebensowenig, wie die feuchte Zimmerwand einfach mit einem Lack streichen zu wollen. Man muss das Dach decken oder das lecke Rohr erneuern. System heilen, statt Symptom lackieren.

 

 

ZUR BIOLOGISCHEN VORSTELLUNG DER "SCHLACKENSTOFFE UND DER "ÜBERSÄURUNG

 

 

Die Vorstellung der "Schlackenstoffe" als schädliche Ablagerungen, als auch die der inneren Übersäuerung wird von der klassischen Medizin abgelehnt. Erklärt wird allerdings nicht, wie zum Beispiel ein nachweislicher Milchsäureüberschuss (Laktat) bei Muskelkater, Kalkablagerungen an Gelenken bei Arthrose oder an Gefäßen als Gefäßverkalkungen zu betrachten sind, wenn nicht als Ablagerungen, die zumindest bildhaft als "Schlacken"  bezeichnet werden können. Ganz so falsch, zumindest in der Laien-Vorstellung, ist das Bild der "Schlacken" als Abfallprodukte fehlgeleiteter Stoffwechselvorgänge sicher nicht. Zu erwähnen wäre hier noch die Vorstellung der "Silent Inflammation", der stillen Entzündung als zelluläre Stressreaktion. Auch hier enstehen freie hochreaktive Radikale als eine Form der "Schlackenstoffe". Manchem ist das eher physiologische Wording "Stoffwechselprodukt", "Molekular" und "Gleichgewicht" zu technisch-chemisch, "Schlacke", "feinstofflich" und "Harmonie" klingen zugänglicher.  Komplementäre Betrachtung ist hier als Versuch des Brückenschlages zwischen klassischer Medizin und komplementären Verfahren zu betrachten. Am Ende jedenfalls geht es um nur eines, evidenzbasierte Wissenschaft nennt technisch den "Studienendpunkt". Und dies ist nichts anderes als: der Mensch und dessen Wohlbefinden.  Spätestens hier also trifft sich die Welt der sog. wissenschaftlichen evidenzbasierten Schulmedizin mit dem Beweis (Evidenz) aus kontrollierten Studien mit der Welt der Erfahrungsmedizin.  

 

 

VOM SAULUS ZUM PAULUS

 

 

Komplementärmedizin wird von Befürwortern mit gleicher Leidenschaft verteidigt wie von Kritikern abgelehnt. Nicht selten trägt dies Züge eines Glaubenskrieges. Befürworter sehen die schonende, sanfte Behandlung mit Naturstoffen und die nachhaltige Regulation und Stärkung des Körpers, Kritiker bemängeln das Fehlen von kontrollierten Studien. Diese kann es aus einer Reihe von Gründen nicht geben. Sie sind im Übrigen oft auch nicht erforderlich oder möglich. Erfahrung ist wertvoll, das wird leider heute oft vergessen. Auch in der Schulmedizin beziehen sich viele Behandlungen auf Erfahrung.

 

 

ZUR BEDEUTUNG VON WASSER GIBT ES KEINE STUDIE. DIE ERFAHRUNG EMPFIEHLT DENNOCH TRINKEN. ERFAHRUNGS MEDIZIN IST WERTVOLL UND WICHTIG

 

 

In der gesamten Natur, in all unseren Instinkten ist Erfahrung gespeichert. Über MillIonen von Jahren unserer Evolution war Erfahrung das Maß aller Dinge. Auch in der konventionelle Medizin, in der an Zahlen und Messbarkeit (Evidenz) geglaubt wird, kann es insbesondere dort, wo sie ihre Grenzen findet, zum Beispiel bei chronischen Erkankungen, sinnvoll sein nach Behandlungsalternativen zu suchen und sich für vernetzte Denkweisen zu öffnen. Konrollierte Studien, so sehr sich manche das wünschen, sind aus vielen Gründen weder möglich noch das biologische Maß. Hier findet zunehmend ein Umdenken statt. Manches ist zudem mit konventionellen Methoden wie Antibiotika, Cortison und Operationen nicht zu lösen. 

 

 

WARUM VIELE VIELES TUN, ES ABER OHNE WIRKUNGEN BLEIBT

 

 
Die Prinzipen komplementärmedizinischer Behandlung sind nicht Wenigen grundsätzlich bekannt. Laien, Heilpraktiker, Ärzte, Apotheken, gar Supermärkte bedienen den immer währenden Wunsch nach natürlicher Behandlung. Jeder hat eine Tablette hier und ein paar Tropfen dort. "Nehmen Sie mal dies, meine Feundin nimmt das, der Heilpraktiker hat mir das aufgeschrieben, mein Schneider schwört auf Curcuma und der Arzt gibt mir sogar Homöopathie". "Obwohl ein anderer sagt, dass das alles Humbug sei". Ja, wat denn nu? "Irgendwie mach´ ich doch schon so viel und nix funktioniert so richtig". "Ach so, und meine Arbeitskollegin meint, das sei ohnehin alles nur die Psyche". Weil heute ist ja irgendwie alles Psyche." Nicht zu vergessen, "der Darm ist auch noch ganz wichtig", habe ich gehört. Also, was jetzt? "Ich glaube, ich lass das jetzt alles ganz, merke ja ohnehin nichts von dem ganzen Kram, kostet nur Geld und es bringt ohnehin nichts". Tja, und schon ist wieder eine gute Chance vertan. Die Enttäuschung ist groß und das "Window of Opportunity" wieder geschlossen. Das Vertrauen jedenfalls ist weg in komplementäre Behandlung. Warum? Weil das oft grundsätzlich Richtige falsch angewendet wurde.
 

 

SYSTEM, STRUKTUR & PLAN

 

 

Warum also funktionieren komplementäre Behandlungen oft nicht, bzw. wirken nicht ausreichend? Eine gute Frage, wo Natur und Ganzheitlichkeit an sich doch gut und sinnvoll sein sollen. Dabei ist die Lösung doch ganz einfach: Alle haben irgendwie recht und machen irgendetwas richtig. Es ist aber wie beim Kochen eines Gerichtes, beim Bau eines Hauses oder beim Malen eines Bildes: Allen stehen alle natürlichen Substanzen grundsätzlich zur Verfügung. Viele wissen vieles. Irgendwie so in etwa jedenfalls. Was aber fehlt, ist das System, Struktur und der Plan. Wie beim Kochen, Bauen und Malen braucht es System, Struktur und Plan. Das haben aber nur Wenige. Und es werden in der Regel vor allem zwei entscheidende Fehler gemacht.

 

 

WEG VOM SYMPTOM DENKEN

 

 

Der erste Hauptfehler in der komplementären Behandlung ist die Übertragung des konventionellen Symptom- und/oder Organdenkens der Schulmedizin auf die komplementäre Medizin. "Ich habe einen akuten Schmerz hier und welches Präparat gibt es für dieses Symptom?" "Aber es soll natürlich sein!" Dies aber sind Prinzipien der konventionellen Medizin, sie sind symptom- und organ-orientiert. Die an sich schulmedizinische Behandlung erfolgt eben bloß mit Naturstoffen. Das funktioniert so aber in der Regel nicht. Denn in der KM gilt es, sich vom Symptomdenken zu lösen. Wenn eine Zimmerwand nass ist, kann man natürlich mit chemischer Farbe wasserfest lackieren. Man kann auch Biofarbe verwenden. Es bleibt aber in der Art der Behandlung das Gleiche: symptomorientiert. Besser aber ist es, das Dach zu reparieren oder die Wasserleitung in der Wand. Denn ist die Ursache erledigt, trocknet die Wand ganz von alleine. Da braucht es keine Farbe mehr von außen. Was nutzt es also, Cortison bei einer Hauterkrankung aufzutragen, wenn der Mensch von innen im Mangel lebt. Und das vielleicht schon sein ganzes Leben. Ist das System aber wieder im Gleichgewicht, löst sich das Problem oft ganz von selbst.

 

 

DIE RICHTIGE DOSIERUNG 

 

 

Zum Zweiten wird oft mit den manchmal richtigen Substanzen falsch dosiert. Weil in der Regel zuwenig Erfahrung besteht, deutlich zu niedrig. Jeder will ja irgendetwas machen. Da man keine Erfahrung hat, gibt man irgendwas niedrig dosiert. Damit macht man dann ja kaum was falsch. Aber eben leider auch nichts richtig. Eine an sich richtige Behandlung bleibt völlig wirkungslos. Nur weil ein Tropfen Wasser bei einer vertrockneten Pflanze nicht wirkt, ist Wasser nicht falsch. So aber ist das oft mit all den Tablettchen, Kapseln und Tropfen. Eine Bekannte, zeigte mir stolz ihre MSM-Tabletten, die sie schon lange nimmt. "Aber irgendwie bringt das alles nichts." Das Problem: Eine Tablette ist schlicht zuwenig, es braucht mindestens die 10 bis 20-fache Dosis. Nach wenigen Wochen waren die Beschwerden weg. Wie gesagt: Ein Tropfen Wasser ist nicht falsch, aber es braucht eben wesentlich mehr Wasser, damit die Pflanze nicht vertrocknet. Und gerade zu Beginn kompelmentärer Behandlungen braucht es zum Auffüllen oft völlig entleerter Speicher Infusionen. Curcuma ist da nur eines von vielen Beispielen.

 

 

SYSTEMATIK - DAS RICHTIGE ZUR RICHTIGEN ZEIT 

 

 

Es kommt auch der Komplementärmedizin darauf an, das Richtige zur richtigen Zeit, am richtigen Ort in der richtigen Menge anzuwenden. Auch wenn jeder selbst kochen oder ein Bild malen kann, gibt es aber immer wieder Köche und Maler, bei denen alles irgendwie ganz anders ist. Sie verwenden zwar grundsätzlich oft die gleichen Zutaten, aber eben anders. Eine andere Mischung, ein anderer Ablauf, ein anderes System. So ist das auch in der Komplementären Medizin. Dies ist eine seriöse Dizplizin, im Grunde eine Kunst, die Ausbildung und Erfahrung braucht. Denn nur im richtigen Zusammenspiel der Methoden ist der Erfolg gegeben. Mal hier, mal da, mit ein wenig von dem, ein wenig von jenem, dann noch symptombezogen lokal angewendet, das ist nicht Komplementärmedizin, sondern tut bloß so. Und wirkt oft nicht. Gedacht wird dann, KM wirkt nicht. Falsch: Es ist bloß schlecht gemacht.

 

 

ZULANGE NICHTS GEMACHT, DANN AKUT GEDACHT - DER FAKTOR ZEIT

 

 

Insbesondere chronische Erkrankungen beruhen zumeist auf oft langjährigen Mangelszuständen. Bis zu 90 Prozent Mangel verzeiht der Körper schon. Er setzt zwar frühzeitig ein paar Signale. Die werden oft aber nicht gehört. Irgendwann regelt der Körper dann ganz ab und die Beschwerden werden maximal oder die Erkrankung bricht vollständig aus. Dann muss es schnell gehen. Manche erwarten dann, nachdem teils über Jahrzehnte vieles schief lief oder ein Ausgleich gar verweigert wurde, das es nun schnell gehen muss. Das kann in der Regel Komplementärmedizin aber nicht leisten. Denn sie soll ja nebenwirkunsgfrei und sanft und kontinuierlich eine Krankheit systematisch von innen behandeln. In solchen Situationen ist KM in der Regel falsch. Nicht, weil sie grundsätzlich falsch ist, sondern weil sie in genau dieser Situation falsch ist. Hier brauchte es dann in der Tat kurzfristig Schmerzmittel, Cortison oder Antibiotika. Dies ist dann eine Domäne der konventionellen Schulmedizin. 

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

Arzt,

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin, Komplementäre Onkologie

Bioidentische Hormonbehandlung

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