Biologische Medizin

Integralmedizin

Die Natur mit im Boot

 

Die erste und wichtigste Frage zur biologischen Medizin

 

Die erste und wichtigste Frage zur biologischen Medizin ist: Warum eigentlich behandelt ein klassischer universitärer Schulmediziner, mit insgesamt mehr 35 Jahren Tätigkeit in fast allen Facetten der Schulmedizin, von der langjährigen allgemeinmedizinischen Tätigkeit, u.a. als Notarzt, über die operative Tätigkeit mit geschätzt mehr als 10.000 kleinen und großen Eingriffen, unzähligen onkologischen Chemotherapien bis hin zur universitären wissenschaftlichen Studientätigkeit, ein Schulmediziner mit geschätzt mehr als 200.000 schulmedizinischen Behandlungen mit Operationen, Medikamenten, Antibiotika, Cortison, Schmerzmitteln und Prothesenverordungen, heute bevorzugt mit Verfahren der natürlichen biologischen Medizin?

 

Einer biologischen sog. Erfahrungsmedizin, die in weiten Teilen der Schulmedizin und Teilen der Bevölkerung nicht nur stillschweigend abgelehnt, sondern oft gar aktiv als z.B. nutzlos oder Placeboeffekt bekämpft wird. Warum also behandelt der an sich eingefleischte Schulmediziner heute zunehmend natürlich, biologisch und ganzheitlich? Warum wird der Mensch als System und nicht mehr nur das Symptom behandelt? So wie man kaum den Ast heilen kann, wenn es dem gesamten Baum nicht gut gehr.

 

Und das mit natürlichen Therapieverfahren, die von ihm selbst bis vor wenigen Jahren tendeziell als wirkungslose  Glaubensbezeugungen mit vorwiegenden Placebowirkungen eingeschätzt waren. Einer Einschätzung, die aber nicht auf eigener langjähriger Erfahrung und echtem Wissen beruhte, sondern auf im Wesentlichen Hörensagen. Und am Ende auf einem System das eben lehrt Kranke mit Pharmaka, Operationen und Prothesen am Symptom und am Organ zu behandeln.     

 

Persönliche Erfahrungen

 

So lange die Frage, so kurz die Antwort: Weil Natur wirkt. Wirkungen von Naturstoffen die er am eigenen Leib erfahren durfte. Das deutliche gebesserte Wohlbefinden, das Mehr an Energie und die nachhaltige Behandlung z.B. einer stressbedingten Gürtelrose mit Hochdosis Vitamin C Infusionen gaben den letzten Ausschlag sich doch einmal ernsthaft mit natürlichen Therapie-Verfahren zu beschäftigen. Natürliche Verfahren die, nachdem wochenlange klassische schulmedizinische Behandlungen der Gürtelrose mit u.a. einem Virostatikum erfolglos blieben, die Viruserkrankung dank u.a. Hochdosis Vitamin C, Magnesium und Selen-Infusionen innnerhalb von 2 Tagen behandelt hatten. Und zwar so dass der Herpes Zoster, wie die Gürtelrose fachlich bennant wird,  seither nicht wieder kam. Und dies trotz unverändertem "Stresslevel". Durch u.a die Behandlung wurde auch die körperliche Widerstandkraft (Resilienz)und die Immunantwort dauerhaft erhöht. Es musste also doch etwas dran sein an den erfahrungsmedizinschen Naturstoffen. Und genau hier begann der natürliche Weg des eingfleischten Schulmediziners ...

 

Natur wirkt

 

Klar jedenfalls heute ist: Viele insbesondere chronische Erkrankungen und Störungen der Gesundheit und des individuellen Wohlbefindens sind mit der systematischen therapeutischen Anwendung überwiegend biologischer Substanzen gut (mit-) behandelbar. Dies betrifft wie betont insbesondere chronische, autoimmune, degenerative Erschöpfungs- und auch maligne Erkrankungen. 

 

Best of both worlds

 

Integrale Medizin versteht sich nicht per se als alternative Medizin, sondern bezieht schulmedizinische Behandlungen soweit erforderlich und / oder gewünscht grundsätzlich in eine bio.logische Therapiesystematik mit ein. Sie grenzt sich hierdurch bewusst von der reinen Alternativmedizin ab. Bildhaft gesprochen, wird nicht gegen den Strom geschwommen, sondern die ganze Breite des Wassers genutzt. Es wird das ganze Bild gemalt, bzw. das Beste aus beiden Welten angewandt. Die Natur kommt wieder mit ins Boot.

 

Gerade bei aktuen Notfällen braucht natürlich es oft schnell wirksame schulmedizinische Therapien. Die Erfahrungen hat der Schulmediziner ja selbst über mehr als 20 Jahre in der Notfallmedizin machen dürfen. Bei einem anaphylaktischen Schock braucht sehr schnell sehr hoch dosiertes Cortison.  In der Erholungsphase aber dann greifen z.B. schon wieder antiallergische natürliche Infusionen. Eine gute ganze Medizin nimmt jedenfalls die Natur mit ins Boot, denn der Arzt behandelt, aber die Natur heilt sich letzlich selbst, wie sie das immer schon tat und auch noch tut.

 

In der gesamten Natur gab es und gibt es natürliche Heilungs- und Behandlungstrategien. Bonbos, die uns nächsten Menschenaffen verzehren Erde um ihren Mineralstoffbedarf zu decken oder wickeln Früchte in grüne Blätter. Ein Konzept das heute dem von Viktoria Boutenko vor etwa 20 Jahren entwickelten Grünen Smoothie z.B. entspricht. Menschenaffen trinken keine Milch, essen keinen Zucker und auch keine Cerealien.      

 

Behandlung mit dem System der Natur

 

Darüber hinaus ist auch eine Medizin mit überwiegend Naturstoffen eine mehr als ernsthafte Medizin die, will sie nicht nur zufällig erfolgreich sein, eine systematische Behandlungstrategie, die ein klares und nachvollziehbares Konzept verfolgt und auch benötigt. Aus den mehr als 100 integralen Verfahren gilt es die für den jeweiligen Patienten individuell sinnvollen komplementären Methoden in Anzahl, Ablauf und Dosierung auszuwählen. 

 

Im wesentlichen beziehen sich die etwa 100 Verfahren der Biologischen Medizin auf 3 Hauptkomponenenten:

 

1. Spezifische Behandlungen mit ca. 70 verschiedenen körpereigenen Substanzen

 

2. Entgiftung /Detox mit der gezielten Anwendung körpereigener und körperfremder biologischer Substanzen

 

3. Regulations Behandlungen 

 

Nach oder schon parallel zu einer biologschen Aufbau-. Ausgleichs- und Entgiftungsbehandlung benötigt der Körper Ruhe und zelluläre Regulation. Regeneration ist integraler Bestandteil jeder Behandlung.

 

Selten hilft eine Behandlungsstrategie alleine, es ist zumeist das fein abgestimmte Zusammenspiel und das Zusammenfügen ggf. mehrerer Verfahren. Nicht zuletzt deswegen gilt auch  Biologische Medizin als eine auf den indiviuellen Menschen abgestimmte Heilkunst.  

 

Nur eine kontinuierliche Weiterbildung in Kombination mit tagtäglicher Behandlung über Jahre und Jahrzente kann die Grundlage einer manchmal überraschend einfachen, nicht selten aber hochkomplexen Behandlung sein, bei der am Ende vor allem immer auch die Verhaltenmodulation, die Verhaltensänderung des Menschen stehen sollte, deretwegen er den Integralmediziner aufgesucht hatte. Getreut dem Hippokratischen Lehrsatz: Versichere dich vor der Behandlung, dass der Patient, am Ende das Verhalten (zumindest in Teilen) ändert, weswegen er den Arzt aufsuchte. Dies sollte zumindest schon zu Beginn, das Fernziel darstellen. Richtige Medizin befreit und vermeidet möglichst die symptom- und organzentrierte Dauerbehandlung.   

 

Vertrauen vs. Compliance

 

Darüber hinaus ist das Vertrauen zum Therapeuten und das positive beidseitige empatische "Arbeitsverhältnis" von vermutich grundlegenderer Bedeutung, als dies eine zunehmend technisierte Medizin in der heute sogar die Vorstellung der "Behandlung über eine App" besteht, wahrhaben mag. Dem Vertrauen zum Therapeuten, steht im Gegenzug die Compliance, die Therapietreue, des Patienten entgegen. Abgesehen von akuten Behandlungen, muss der Patient ermutigt sein, sich den Therapeuten so reiflich auszuwählen wie der Therapeut den Patienten. Nur beidseitig kann die Behandlung gelingen und die integrale Behandlung eine Chance sein. Kurze schnelle Lösungen sind in der Integralmedizin, im Gegensatz zur Akutmedizin tendenziell selten. Auch wenn auch in manchen akuten Fällen biologische Behandlungen überraschend schnell zum Erfolg führen können. Zum Beispiel bei Virusinfekten (u.a. Gürtelrose) können akute Symptome innerhalb weniger Tage behandelt sein. 

 

EXPERTISE: Mehr als 20 Jahre Erfahrung in der integralen Behandlung.

Wir behandeln u.a. nach den Richtlinien der Gesellschaft für Integrale Medizin (Komplementärmedizin) in der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe NATUM/DGGG, und sind zertifiziert. 

 

Wann ist integrale Medizin sinnvoll?

Therapieindikationen

 

Integralmedizin ist insbesondere bei Entzündungen und chronischen Erkrankungen anwendbar.  Zum Beispiel bei geschwächtem Immunsystem, autoimmunen Erkrankungen wie dem Morbus Hashimoto, neurodegenerativen Erkrankungen (MS, Parkinson, Demenz), Dysplasien der Gebämutter, Burn-Out, Erschöpfung, chronischer Müdigkeit, Haarausfall, chronischen Infekten, Blasenentzündungen, Endometriose, Arthrose, Arthritis, Osteoporose, Wechseljahren.

 

So müssen z.B. Dysplasien der Gebärmutter nicht immer operiert werden. Auch die Eizell- und Spermienqualität lässt sich im Rahmen einer integralen Kinderwunschbehandlung oft deutlich verbessern.

 

Bei der integralen Krebserkrankungen benötigen Patienten nicht selten weniger chemische Therapeutika, Fatique. Stimmung, Appetit und Lebensqualität verbessern sich, der Haaraufall kann vermindert oder gestoppt werden.

 

Therapieoptionen

 

Hochdosis-. Protokoll- , Gluthadion- und Detox Infusionen, Myer´s Cocktail, Curcumin, Selen, Q10, Eisen, Procain-Base, KPU, Mitochondriale Infusionen und Oxyven ® sind nur einge der möglichen Therapieoptionen einer systematischen professionellen ärztlichen integralen Behandlung.

 

Was bedeutet integrale biologische Medizin?

 

Biologische Integralmedizin ist ein Überbegriff für eine ganz Reihe verchiedener Behandlungen. Sie ist auch unter den Begriffen komplementäre, holistische, orthomolekulare, biologische, ganzheitliche, mitochondriale, präventive, regenerative Medizin, TCM oder Erfahrungsmedizin bekannt. Allen Verfahren gemeinsam ist, dass sie mit der systematischen therapeutischen Anwendung in Art, Dosis und Dauer, natürlicher Substanzen und biologischer Verfahren präventiv, regenerativ, heilend und erhaltend behandeln. 

 

Das System, nicht nur das Symptom

 

Integrale biologische Medizin behandelt nicht primär das Symptom und/oder das Organ, sondern das gesamte regenerative System unseres Körpers. Es wird bildlich gesprochen, nicht das Blatt oder der Ast eines Baumes, sondern der Baum behandelt. Es steht also z.B. nicht die entzündete Schilddrüse im Vordergrund, sondern der gesamte Körper.

 

Integrale Medizin fragt nach Ursachen und begreift Erkrankungen vor allem auch als oft langjährige Folge von Unterversorgungen und/oder gar Mangelzuständen. So können zum Beispiel Depressionen ihre Ursache im chronischen Mangel an Sonnenlicht haben. Lebten Menschen einmal bis zu 12 Stunden am Tag im freien Sonnenlicht, sind es heute im Mittel noch etwa 28 Minuten. Die Sonnenbehandlung ist daher mittlerweile auch in der Schulmedizin anerkannt. 

 

Integrale Medizin denkt damit vor allem ursachenorientiert. Nicht primär das Symtom oder das Organ, sondern das regenerative System wird behandelt. Der zunächst therapeutische Einsatz und dann der sinnvolle langfristige Ausgleich mit natürlichen Substanzen steht im Vordergrund. Die Behandlung mit körperfremden chemischen Substanzen soll reduziert oder vermieden werden. 

 

In der Denkweise der integralen Medizin gibt es strenggenommen keine Erkankungen. Erkrankungen gelten als Folge oft langjähriger Mangelzustände. Dies deckt sich in weiten Teilen mit traditionellen erfahrungsmedizinischen Ansätzen wie zum Beispiel der chinesischen Medizin (TCM). Osteoporose, Depressionen, Burn-Out  können die Folge langjähriger Mängel sein.  

 

Die 4 Stufen der biologischen Medizin 

 

In der integralen biologischen Medizin (Komplementärmedizin) lassen sich grundsätzlich vier individuelle Behandlungsstufen unterscheiden: Vorsorge (Prävention), Erholung (Regeneration), Behandlung (Therapie) und die Erhaltung.

 

1  PRÄVENTIV. Mir geht es gut, was kann ich tun damit es so bleibt? 

 

Es geht Ihnen blendend und Sie wollen, dass das auch so bleibt. Ihr gefühlter körperlicher Energie-Level liegt bei 90 - 120 Prozent. Dies bedeutet Sie sind nicht nur gesund, sondern Sie fühlen sich auch absolut wohl mit 100 Prozent Energie und Lebenskraft. Sie springen morgens in den Tag und gestalten Ihr Leben aktiv. Und möchten vor allem auch, dass es so bleibt. Es ist Ihnen bewusst, dass Sie aktiv etwas dafür tun können. 

 
Hier empfiehlt sich u.a. der jährliche Check und der regelmäßige vorsorgliche Ausgleich. Hier ist der integrale Ansatz nicht nur auf die Abwesenheit von Krankheit gerichtet, sondern auch auf den berechtigten Anspruch, sich in jeder Lebensphase absolut wohlfühlen zu dürfen. Von Manchen wird dies gerne als nutzlose Wohlfühlmedizin oder Selbstoptimierung bewertet. Aber auch dies ist ein berechtigter Anspruch. Bereits 1948 definerte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Gesundheit nicht nur als  Abwesenheit von Krankheit, sondern auch als das Recht  auf individuelles Wohlbefinden.

 

2   REGENERATIV. Ich bin (noch) nicht krank, fühle mich aber schon lange nicht mehr wohl

 

Sie sind noch nicht ernsthaft krank, aber es geht Ihnen schon lange nicht mehr gut. Sie sind nicht im vollen Besitz Ihrer Kräfte. Ihr gefühlter körperlicher Energielevel liegt bei 10 - 70 Prozent. Hier und da leiden Sie unter Müdigkeit, Schlappheit, etwas Ohrpfeifen, Infekten oder längeren Erkältungen. Manchmal haben Sie Stimmungschwankungen, Rückenschmerzen oder andere diffuse Allgemeinsymptome. Der Hausarzt sagt, "er kann nichts finden, die Werte sind in Ordnung", Ihnen geht es aber dennoch nicht gut und Sie spüren: Irgendwas stimmt nicht. Nicht selten wird Ihr Zustand  dann auf die Psyche geschoben. Dies klingt ja gut und irgendwie hat heute alles seine Ursache in der Psyche.   

 

Konventionelle Medizin jedenfalls hilft in solchen Erschöpfungssituationen selten, denn Sie sind im eigentlichen SInne ja (noch) nicht krank. Bestenfalls erhalten Sie ein Psychopharmakon und gute Ratschläge: "Nehmen Sie ab, bewegen sich mehr, ernähren Sie sich gesund und bringen Sie Ihr Seelenleben wieder in Ordnung, dann wird das schon wieder." 

 

Sie spüren aber, dass irgendwas nicht mehr stimmt in Ihrem System. Ihr Körper ist nicht im Gleichgewicht. Irgendwo sind unerkannte Mängel. Vitamine im Supermarkt haben Sie schon einige probiert. Irgendwie funktioniert das aber nicht. Vielleicht haben Sie schon gegoggelt und/oder sich ein paar Bücher besorgt. Ein durchschlagender Erfolg war es aber nicht. 

 

Sehr häufig finden sich, wenn man mal genauer schaut beim Integralen Arzt oder auch beim guten Heilpraktiker, erhebliche Mängel an natürlichen Substanzen, wie z.B. Eisen, Ferritin, B12, B9, D3, Q10, Gluthadion, Magnesium, Zink, MAK , TAK, TRAK,  oder eine Homocysteinerhöhung. Um nur wenige Substanzen zu nennen. 

 

Integrale Medizin untersucht zusätzlich zu den "Grobwerten" im Blut eine ganze Reihe zusätzlicher, wichtiger Feinwerte, die die konventionelle Medizin in der Regel nicht untersucht oder wenn, dann meist falsch bewertet. Integralmedizin hört sich nicht bloß "den Motor durch die geschlossene Motorhaube" an, sondern sie schaut genauer unter sie.

 

3  Therapeutisch. Sie sind krank und wünschen eine sinnvolle integrale Behandlung

 

Sie sind erkrankt und haben verstanden, dass es integrale / komplementäre Behandlungen gibt und diese wichtig sind für eine echte und nachhaltige körperliche Gesundung sind. Ihr gefühlter Energielevel liegt bei 10 - 40 Prozent. Integrale Therapien bieten sich bei praktisch allen Erkankungen an. Eine Domäne sind hier chronische Erkankungen, zum Beispiel  Autoimmunerkrankungen. Eine Behandlung findet hier z.B. zunächst mit Ozon, HOT, oder Hochdosis-Infusionen wie Curcuma statt.

 

4  Erhaltend. Ich bin wieder fit und möchte nun, dass dies so bleibt.

 

Sie sind endlich wieder fit und gesund und möchten alles dafür tun, dass Sie nicht wieder in die vorige Krankheit/Situation rutschen. Hier gilt es zu verstehen, dass es Gründe gab/gibt die zur Gesundheitsstörung und/oder Krankheit führten. Diese gilt es zu erkennen und langsam aber konsequent Stück für Stück zu ändern. Dies ist mit der bedeutungsvollste und nachhaltigste Schritt. 

 

Die Gründe

 

 

Krank im Schlaraffenland: Nährstoffmangel bis zu 95% (Nationale Verzehrsstudie, NVS 2008)

 

"Bei guter Ernährung und 6 Portionen Obst und Gemüse pro Tag kommt es in westlichen Ländern zu keiner Unterversorgung, wir haben keinen Nährstoffmangel." Dies Aussage ist richtig und sie ist falsch. Bei den energiereichen hochkalorischen Makronährstoffen wie Zucker, Eiweiß und Fett bietet unsere Ernährung sogar zuviel. Bei den Mikronährstoffen stellt sich die Situation aber anders dar. Hier sind wir im Mittel häufig unterversorgt. Wie eine differenzierte und unabhängige Studie im Auftrag der Bundesregierung, die Nationale Verzehrsstudie von 2008 (NVS 2008), belegt. Insbesondere bei Vitamin D, Folsäure (B9), Jod und Magnesium besteht ein teils erheblicher Mangel bzw. eine wechselnde Unterversorgung. Auch deshalb wird z.B. Schwangeren nicht nur komplementärmedizinisch, sondern auch seitens der konventionellen Medizin eine Supplementation mit Folsäure, Jod und Omega 3-Fettsäuren empfohlen. Der Magnesiumbedarf ist zudem in vielen Fällen nicht gedeckt. Dies betätigt u.a. ein sog. "Cochran Review", die höchste der Stufe des konventionellen Beweises. Eine Supplementation senkt u.a. die Gefahr von Fehlbildungen und zeigt: Nicht in allen Fällen ist unser Bedarf an Mikronährstoffen gedeckt.

 

 

Rückgang wichtiger Nährstoffe 1985 bis 1999. Und heute schreiben wir das Jahr 2019.     

 

Aufgrund unserer modernen Lebensweise leiden wir an einem Mangel an Sonnenlicht und damit am Sonnenvitamin D3. Auch dies weist die NVS 2008, zahlreiche andere und eigene Untersuchungen aus. So liegt der durchschnittliche 25-OH Vitamin D-Spiegel, der relevanten Speicherform des Sonnenvitamins bei etwa 15-18 ng/ml und damit weit unterhalb des sinnvollen Grenzwertes von 40 ng/ml. Sonnenlicht aber ist die Grundlage allen Lebens. Ohne Sonne befindet sich unser Körper im "Winterschlaf". Dies signalisiert z.B. unserem Körper die zusätzliche Fettspeicherung, den "Winterspeck". Einer der Gründe, warum eine Gewichtsreduktion in dunklen Winterzeiten kaum gelingt. Das Lebensignal Sonne codiert mehr als 2000 Gene, steuert damit praktisch alle Lebensvorgänge und sagt dem Körper: Du lebst, wirf deinen Stoffwechsel an. Sonne bedeutet Leben. Eine Supplementation in hinreichender Dosierung scheint heute im modernen, sonnenarmen Leben obligat. 

 

Literatur

 

1 DEVID Studie: Untersuchung des Vitamin-D-Spiegels an 1.200 Patienten: 80 % haben einen zu niedrigen Spiegel.

2 Nationale Verzehrsstudie 2008 (NVS 2008) vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

Biologische Medizin denkt im Zusammenspiel, im System, in Synergie, sie denkt verbunden und vernetzt.

 

Biologische Medizin denkt im Zusammenspiel, im System, in Synergie, sie denkt verbunden und vernetzt. Eine einzige Massnahme bewirkt selten Positives. Es braucht ein sinnvolles Zusammenspiel der Mittel.  

 

Die Wirkung von Naturstoffen entfaltet sich zudem in der Regel nicht sofort, sondern erst nach einer Dauer von Tagen, wenigen Wochen oder Monaten. Dann aber nachhaltig, weil die Gleichgewichte im Körper langsam wieder hergestellt werden. Manche verlieren hier ggf. die Geduld und vermuten, dass die Behandlung nicht anschlägt.

 

Komplementärmedizin entfaltet, wie betont,  ihre Wirkung in der Regel jedoch erst im kontinuierlichen Zusammenwirken mehrerer Komponenten. Den einzelnen, durchschlagenden natürlichen Wirkstoff gibt es kaum. Wie bei einem guten Gericht, einem Symphonieorchester, einer Sportmannschaft oder einem Puzzle: Erst das Zusammenspiel, die Synergien, sorgen für den Erfolg. Ein einzelnes Mittel bei einem Immundefzit bleibt erfolglos, wenn nicht gleichzeitig andere Defizite ausgeglichen werden. Die so bedeutungsvollen Probiotika sind beim Darmaufbau nicht erfolgreich, wenn nicht zuerst die häufig bestehende Darm-Entzündung bekämpft wird. Eine Hautbehandlung bleibt oft erfolglos, wenn nicht verstanden wird, dass häufig auch Darm und Lunge als äußere (Schleim) Häute ganzheitlich betrachtet werden müssen. Komplementärmedizin löst sich vom Organdenken und denkt und (be)handelt vernetzt. System statt Symptom. Es ist eine grundsätzlich bestechende Vorstellung, ein Symptom mit einer Substanz zu behandeln.

 

Dies funktioniert aber so selten, wie es gelingen kann eine feuchte Stelle an einer Wand überstreichen zu wollen, es muss sinnbildlich  das Dach überprüft sein. Den Ursachen gilt der Gedanke. System, statt Symptom ist der Ansatz..

 

Zur biologischen Vorstellung der Schlackenstoffe und der Übersäuerung. 

 

Die Vorstellung der "Schlackenstoffe" als schädliche Ablagerungen, als auch die der inneren Übersäuerung wird von der klassischen Medizin abgelehnt. Erklärt wird allerdings nicht, wie zum Beispiel ein nachweislicher Milchsäureüberschuss (Laktat) bei Muskelkater, Kalkablagerungen an Gelenken bei Arthrose oder an Gefäßen als Gefäßverkalkungen zu betrachten sind, wenn nicht als Ablagerungen, die zumindest bildhaft als "Schlacken"  bezeichnet werden können. Ganz so abwegi ist das Bild der "Schlacken" als Abfallprodukte fehlgeleiteter Stoffwechselvorgänge sicher nicht.

 

Zu erwähnen ist hier zudem die Vorstellung der "Silent Inflammation", der stillen Entzündung als zelluläre Stressreaktion. Auch hier entstehen freie hochreaktive Radikale als eine Form der "Schlackenstoffe".  Komplementäre Betrachtung ist hier als Versuch des Brückenschlages zwischen klassischer Medizin und biologischen Verfahren.

 

 

Erfahrungsmedizin ist wertvoll

 

In der gesamten Natur, in all unseren Instinkten ist Erfahrung gespeichert. Über MillIonen von Jahren unserer Evolution war Erfahrung das Maß aller Dinge. Auch in der konventionelle Medizin, in der an Zahlen und Messbarkeit (Evidenz) geglaubt wird, kann es insbesondere dort, wo sie ihre Grenzen findet, zum Beispiel bei chronischen Erkankungen, sinnvoll sein nach Behandlungsalternativen zu suchen und sich für vernetzte Denkweisen zu öffnen. Konrollierte Studien, so sehr sich manche das wünschen, sind aus vielen Gründen weder möglich noch das biologische Maß. Hier findet zunehmend ein Umdenken statt. Manches ist zudem mit konventionellen Methoden wie Antibiotika, Cortison und Operationen nicht zu lösen. 

 

Warum Viele Vieles tun - es oft aber ohne Wirkung bleibt

 

Die Prinzipen komplementärmedizinischer Behandlung sind nicht Wenigen grundsätzlich bekannt. Laien, Heilpraktiker, Ärzte, Apotheken, gar Supermärkte bedienen den immer währenden Wunsch nach natürlicher Behandlung. Jeder hat eine Tablette hier und ein paar Tropfen dort. "Nehmen Sie mal dies, meine Feundin nimmt das, der Heilpraktiker hat mir das aufgeschrieben, mein Schneider schwört auf Curcuma und der Arzt gibt mir sogar Homöopathie". "Obwohl ein anderer sagt, dass das alles Humbug sei". Ja, wat denn nu? "Irgendwie mach´ ich doch schon so viel und nix funktioniert so richtig". "Ach so, und meine Arbeitskollegin meint, das sei ohnehin alles nur die Psyche". Weil heute ist ja irgendwie alles Psyche." Nicht zu vergessen, "der Darm ist auch noch ganz wichtig", habe ich gehört. Also, was jetzt? "Ich glaube, ich lass das jetzt alles ganz, merke ja ohnehin nichts von dem ganzen Kram, kostet nur Geld und es bringt ohnehin nichts". Tja, und schon ist wieder eine gute Chance vertan. Die Enttäuschung ist groß und das "Window of Opportunity" wieder geschlossen. Das Vertrauen jedenfalls ist weg in komplementäre Behandlung. Warum? Weil das oft grundsätzlich Richtige falsch angewendet wurde.

 

System, Struktur & Plan

 

Warum also funktionieren komplementäre Behandlungen oft nicht, bzw. wirken nicht ausreichend? Eine gute Frage, wo Natur und Ganzheitlichkeit an sich doch gut und sinnvoll sein sollen. Dabei ist die Lösung doch ganz einfach: Alle haben irgendwie recht und machen irgendetwas richtig. Es ist aber wie beim Kochen eines Gerichtes, beim Bau eines Hauses oder beim Malen eines Bildes: Allen stehen alle natürlichen Substanzen grundsätzlich zur Verfügung. Viele wissen vieles. Irgendwie so in etwa jedenfalls. Was aber fehlt, ist das System, Struktur und der Plan. Wie beim Kochen, Bauen und Malen braucht es System, Struktur und Plan. Das haben aber nur Wenige. Und es werden in der Regel vor allem zwei entscheidende Fehler gemacht.

 

Weg vom Symptomdenken

 

Der erste Hauptfehler in der komplementären Behandlung ist die Übertragung des konventionellen Symptom- und/oder Organdenkens der Schulmedizin auf die komplementäre Medizin. "Ich habe einen akuten Schmerz hier und welches Präparat gibt es für dieses Symptom?" "Aber es soll natürlich sein!" Dies aber sind Prinzipien der konventionellen Medizin, sie sind symptom- und organ-orientiert. Die an sich schulmedizinische Behandlung erfolgt eben bloß mit Naturstoffen. Das funktioniert so aber in der Regel nicht. Denn in der KM gilt es, sich vom Symptomdenken zu lösen. Wenn eine Zimmerwand nass ist, kann man natürlich mit chemischer Farbe wasserfest lackieren. Man kann auch Biofarbe verwenden. Es bleibt aber in der Art der Behandlung das Gleiche: symptomorientiert. Besser aber ist es, das Dach zu reparieren oder die Wasserleitung in der Wand. Denn ist die Ursache erledigt, trocknet die Wand ganz von alleine. Da braucht es keine Farbe mehr von außen. Was nutzt es also, Cortison bei einer Hauterkrankung aufzutragen, wenn der Mensch von innen im Mangel lebt. Und das vielleicht schon sein ganzes Leben. Ist das System aber wieder im Gleichgewicht, löst sich das Problem oft ganz von selbst.

 

Die richtige Dosierung - zu wenig ist wie nicht behandelt 

 

Zum Zweiten wird oft mit den manchmal richtigen Substanzen falsch dosiert. Weil in der Regel zuwenig Erfahrung besteht, deutlich zu niedrig. Jeder will ja irgendetwas machen. Da man keine Erfahrung hat, gibt man irgendwas niedrig dosiert. Damit macht man dann ja kaum was falsch. Aber eben leider auch nichts richtig. Eine an sich richtige Behandlung bleibt völlig wirkungslos. Nur weil ein Tropfen Wasser bei einer vertrockneten Pflanze nicht wirkt, ist Wasser nicht falsch. So aber ist das oft mit all den Tablettchen, Kapseln und Tropfen. Eine Bekannte, zeigte mir stolz ihre MSM-Tabletten, die sie schon lange nimmt. "Aber irgendwie bringt das alles nichts." Das Problem: Eine Tablette ist schlicht zuwenig, es braucht mindestens die 10 bis 20-fache Dosis. Nach wenigen Wochen waren die Beschwerden weg. Wie gesagt: Ein Tropfen Wasser ist nicht falsch, aber es braucht eben wesentlich mehr Wasser, damit die Pflanze nicht vertrocknet. Und gerade zu Beginn kompelmentärer Behandlungen braucht es zum Auffüllen oft völlig entleerter Speicher Infusionen. Curcuma ist da nur eines von vielen Beispielen.

 

Behandlung braucht System - das richtige zur rechten Zeit

 

Es kommt auch der Komplementärmedizin darauf an, das Richtige zur richtigen Zeit, am richtigen Ort in der richtigen Menge anzuwenden. Auch wenn jeder selbst kochen oder ein Bild malen kann, gibt es aber immer wieder Köche und Maler, bei denen alles irgendwie ganz anders ist. Sie verwenden zwar grundsätzlich oft die gleichen Zutaten, aber eben anders. Eine andere Mischung, ein anderer Ablauf, ein anderes System. So ist das auch in der Komplementären Medizin. Dies ist eine seriöse Dizplizin, im Grunde eine Kunst, die Ausbildung und Erfahrung braucht. Denn nur im richtigen Zusammenspiel der Methoden ist der Erfolg gegeben. Mal hier, mal da, mit ein wenig von dem, ein wenig von jenem, dann noch symptombezogen lokal angewendet, das ist nicht Komplementärmedizin, sondern tut bloß so. Und wirkt oft nicht. Gedacht wird dann, KM wirkt nicht. Falsch: Es ist bloß schlecht gemacht.

 

Lange nichts gemacht, dann akut gedacht - Natur braucht Zeit

 

Insbesondere chronische Erkrankungen beruhen zumeist auf oft langjährigen Mangelszuständen. Bis zu 90 Prozent Mangel verzeiht der Körper schon. Er setzt zwar frühzeitig ein paar Signale. Die werden oft aber nicht gehört. Irgendwann regelt der Körper dann ganz ab und die Beschwerden werden maximal oder die Erkrankung bricht vollständig aus. Dann muss es schnell gehen. Manche erwarten dann, nachdem teils über Jahrzehnte vieles schief lief oder ein Ausgleich gar verweigert wurde, das es nun schnell gehen muss. Das kann in der Regel Komplementärmedizin aber nicht leisten. Denn sie soll ja nebenwirkunsgfrei und sanft und kontinuierlich eine Krankheit systematisch von innen behandeln. In solchen Situationen ist KM in der Regel falsch. Nicht, weil sie grundsätzlich falsch ist, sondern weil sie in genau dieser Situation falsch ist. Hier brauchte es dann in der Tat kurzfristig Schmerzmittel, Cortison oder Antibiotika. Dies ist dann eine Domäne der konventionellen Schulmedizin. 

 

 

Dr. med. Guido C. Hofmann

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Arzt, Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin, Biologische Medizin, Komplementäre Onkologie

Bioidentische Hormonbehandlung

(NATUM/DGGG)

 

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