DIE 4 RINGE DES SOG. "STERANGERÜSTS", DER BASIS ALLER STEROIDHORMONE.

 

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NATÜRLICHE HORMONE BIOIDENTE HORMONE

 

 

Was bedeutet das "Natürliche Hormone"?  

 

Natürliche bioidente Hormone sind im Gegensatz zu den künstlichen Hormonen, die hormonellen Botenstoffe, die unser selbst Körper bildet. Im Falle der Sexualhormone sind dies das Fruchtbarkeitshormon 17-ß Estradiol, das Speicherhormon Östron, das Haut- und Schleimhauthormon Östriol und das Schwangerschafthormon Progesteron. Und nur 17 ß Östradiol, Östriol udn das Progesteron sollten auch ersetzt werden. Nur dies ist natürlich und damit körpergerecht. 

                Die Natur: Im Wesentlichen die Ovarien (die Eierstöcke) der Frau produzieren vom etwa 10. bis 55. Lebensjahr, also etwa 45 Jahre lang, in der ersten Zyklushälfte das Fruchtbarkeitshormon 17-ß-Estradiol und in der zweiten Zyklushälfte überwiegend das Gelbkörperhormon Progesteron. Mit etwa dem 40. Lebensjahr der Frau sinkt zunächst die Produktion des Gelbkörperhormons Progesteron. Dies führt typischerweise zu Beschwerden wie PMS, Schlafstörungen, Zyklusunregelmäßigkeiten.

                In der Regel wenige Jahre später erlischt zunehmend dann die Produktion des 17-ß-Östradiols, was häufig zu Östrogenmangelbeschwerden wie z.B. Hitzewallungen und Haut- und Schleimhauttrockenheit führen kann. 

                Insbesondere bei Beschwerden können natürlich und bioidentisch nun genau diese Hormone ausgeglichenwerden: 17-ß-Estradiol und Progesteron. Natürliche Hormone also, die unser Körper biologisch über im Mittel 45 Jahre immer selbst produziert hat. Bioidentische Hormone gleichen so auf natürliche Weise genau den oft mit erheblichen Beschwerden verbundenen natürlichen (Alters-) Verlust der ovariellen Hormone aus. 

 

DIE HERSTELLUNG NATÜRLICHER HORMONE

 

Abb. Prof. Marker (li.), der Vater der bioidentischen Hormone und Prof. Djerassi (re.), der Vater der synthetischen Hormone. Rechtes Bild: Yamswurzel

 

BIOIDENTISCH SIND NUR ÖSTRADIOL, ÖSTRIOL & PROGESTERON - UND NUR HIERMIT SOLLTE BEHANDELT WERDEN

 

 

 

KONTROVERSEN ZUR NATÜRLICHEN BIOIDENTEN HORMONTHERAPIE?

 

 

Auch innerhalb der natürlichen bioidenten Hormontherapien bestehen Unterschiede und zum Teil Kontroversen. Diese beziehen sich im Wesentlichen darauf ob und/oder in  welcher Form Östradiol und/oder Progesteron verabreicht werden. Es handelt sich hierbei um Detailfragen, die aber dennoch ggf. erhebliche Bedeutung haben können.  

 

 

SCHULE NACH DR. LEE. "PROGESTERON NUR TRANSDERMAL". > MÖGLICH, ABER HÄUFIG NICHT AUSREICHEND!

 

 

Auch wenn sich der US-amerikanische Arzt Dr. John Lee enorme Verdienste um die natürliche bioidentische Hormontherapie erworben hat, war der alleinige Fokus seiner Behandlung auf dem natürlichen Gelbkörperhormon Progesteron. Dies aus der Vorstellung heraus, dass das Östradiol sich hieraus ausreichend bildet. Seiner Theorie nach wäre das natürliche Progesteron das einzig mögliche gute natürliche Hormon und das Östrogen das schlechte Hormon.

                 Seine Auffassung beruht aber auf dem leider häufigen Missverständnis, dass wissenschaftliche Studien zu den "Östrogenen" überwiegend aber auf künstlichen Hormon-Synthetika und/oder Pferdehormonen (konjugierten equinen Estrogenen) basieren. Dies kann zur Einschätzung führen, dass künstliche und oder Pferde-Östrogene die gleichen Wirkungen besitzen wie natürliche Menschen-Östrogene. Zu natürlichen Menschen-Östrogen gibt es im Gegensatz zu den patentfähigen synthetischen Hormone (überwiegend aus wirtschaftlichen Gründen) aber praktisch keine Studien. In vielen Ländern sind natrpülcihe Hormone frei verkäuflich und damit für pharmazeutische Unternehmen natrugemäß wirtschaftlich verständlicherweise nicht interessant.

                Studien von synthetischen Hormonen sind aber kaum übertragbar auf natürliche bioidentische Hormone.

 

Langjährige Erfahrungen zeigen: Nicht wenige Patienten leiden trotz reiner transdermaler Progesterongabe dennoch unter zum Teil erheblichen Östrogenmangelbeschwerden, wie zum Beispiel Hitzewallungen. Bioidentes Östrogen ist daher bei nicht Wenigen hilfreich. Zudem propagiert Dr. Lee die transdermale Progesterongabe. Dies ist möglich, führt in der Regel aber nicht zu der erforderlichen Wirkspiegeln, insbesondere die sog. Endometriumtransformation unterbleibt dadurch. 

 

 

DR. RIMKUS. "ALLES IN EINE KAPSEL".

> MÖGLICH, ES GEHT ABER AUCH TRANSDERMAL

 

Ein weiterer Vertreter der bioidentischen Hormonbehandlung ist der deutsche Arzt Dr. Rimkus aus Kiel (geb. 1939). Seine grundsätzliche Idee ist die individuell kombinierte orale Gabe mehrerer bioidenter Hormone in einer individuellen Kapsel.

                Kombiniert werden hier z.B. Östradiol, Progesteron, Zink, Vitamin A und Vitamin D3. Dies ist grundsätzlich ein sinnvoller praktischer Ansatz. Ob es allerdings bahnbrechend oder gar als nunmehr markenrechtlich gesondert geschützte Behandlungsoption zu betrachten ist quasi Salz, Pfeffer, Essig und Öl statt individuell getrennt, nunmehr von bestimmten Apotheken vorgemischt, wenn auch individuell dosiert, in einer Kapsel zu verabreichen mag selbst entscheiden sein.

                Die transdermale (über die Haut) Verabreichung von Östradiol als wird von Dr. Rimkus zudem als wirkungslos beschrieben. Dies zumindest widerspricht eigenen langjährigen guten Erfahrungen bei tausenden von Patienten, es widerspricht dem physiologischen Umstand, das die extrahepatische Gabe (also an der Leber vorbei) weniger stoffwechselbelastend ist, die Leber also durch Hautgabe geschont wird, es widerspricht Studien und dem Umstand, dass eine Reihe gut verfügbarer bioidentischer Präparate am Markt sind.

 

Fazit Dr. Rimkus: Grundsätzlich richtig, aber dogmatisch, fast verbohrt (nur dieser und kein anderer Weg), teuer, sehr aufwendig und in Teilen nicht ganz korrekt.

 

TRANSDERMALE GABE IST WIRKUNGSVOLL

 

Die von Rimkus propagierte regelmässige Hormonmessung ist zwar möglich und durchaus sinnvoll, aber keinesfalls in der von ihm propagierten Ausschliesslichkeit immer erforderlich. Eine bioidente Hormonbehandlung kann durchaus vom Erfahrenen zunächst anhand von Anamnese und Beschwerden und sujektiver Wirkung begonnen werden.

                Bioidente Hormone bei Brustkrebs zu empfehlen widerspricht zumindest den aktuell gültigen Grundsätzen der Brustkrebsbehandlung.

                Therapeuten schriftlich zu eigenen Therapierichtlinien zu verpflichten widerspricht der ärztlichen Therapiefreiheit. Bewusst wird sich von Dr. Rimkus gegen das schulmediziniche Leitlininien Diktat gewandt, um dann ein eigenes vorzugeben. 

                Zusammenfassung: Behandlung nach Rimkus ist bioidentisch, möglich, bequem. Sie ist aber keinesfalls zwingend oder gar wie von ihm dogmatisch als einzig mögliche bioidentische Hormonbehandlung zu betrachten. Die Ideen von Rimkus und seine kostenpflichtigen durchaus sinnvollen Vorträge gehen in die richtige Richtung, eine grundsätzlich neue Behandlung, zumal markenrechtlich von besonderer therapeutischer Höhe schützenswert, scheint dies aber nicht. Denn es ist durchaus möglich bioidentes Progesteron als Kapseln, transdermales bioidentes Östradiol und bioidentes Vitamin D wirkungsgleich individuell zu verwenden. Auch dies ist dann exakt eine bioidente Hormonbehandlung und wird von unserer Praxis genau so seit mehr als 20 Jahren mit besten Erfahrungen an tausenden von Patienten erfolgreich praktiziert. Gut ist bei Rimkus, dass er bioident behandelt, dies ist mit guten Behandlungserfolgen allerdings auch anders bioident möglich.     

   

 

HAT DIE BIOIDENTE HORMONBEHANDLUNG NACHTEILE? JA.

 

Manchmal komplexe Dosisfindung

 

Zu Beginn der Behandlung und insbesondere bei sehr schlanken Patienten kann die Dosisfindung mitunter manchmal nicht ganz einfach sein. Insbesondere im Wechsel, in der Zeit also, in der die Ovarien (Eierstöcke) noch eine gewisse kontinuierlich abnehmende Restfunktion besitzen und hormonell quasi noch "dazwischenfunken" können, also vom etwa 45. bis 55. Lebensjahr, können sich mitunter recht wechselhafte hormonelle Zustände ergeben. Es ist daher in dieser Zeit nicht immer ganz einfach die korrekte Dosierung zu finden.

 

So können über viele Monate normale Zustände herrschen, d.h. Wohlbefinden, keine Blutung, kein Spannen der Brust und dann ergeben sich manchmal plötzlich bei gleicher Dosierung andere Verhältnisse. D.h. es treten plötzlich wieder Blutungen auf, die Brüste spannen oder es treten Hitzewallungen ein.Dies sorgt bei der Patientin dann regelmässig für Verwirrung, wo doch lange Zeit "alles in Ordnung" war.

 

Auch aus diesem Grund bevorzugen wir zum Beispiel die getrennte Gabe der bioidenten Hormone. Dies ist gerade anfangs flexibler ist in der Abstimmung zwischen dem natürlichen Estradiol und dem natürlichen Progesteron.

 

Gute Abstimmung und Zusammenarbiet / Compliance

 

Auch aus diesem Grund ist die bioidentische Hormonbehandlung eine "Mitmachtherapie", die eine gute Abstimmung zwischen Hormonarzt und Patientin bedeutet und insbesondere anfangs oder auch zwischendurch erfordert. Dies macht die bioidentische Hormonbehandlung zwar deutlich aufwändiger,  ein Aufwand, der sich aus unserer Sicht allerdings lohnt.

 

Hoher Zeitaufwand

 

Diese Komplexität und der deutlich höhere Zeitaufwand im Vergeich zur einfache Gabe körperfremder  "Hormontabletten" ist im Übrigen auch einer der Gründe warum die biologische Hormonbehandlung nicht von allen Ärzten erbracht - und nicht von allen Frauen gewünscht - wird und sie eine privatärztlich Leistung ist.   

 

Hohe therapeutische Erfahrung 

 

Da die Behandlung bezüglich der Beschwerden und der erforderlichen hormonellen Dosisfindung enorm indivuell sein kann, benötigt es neben der Compliance der Patienten, dem guten Mitmachen also, eine enorme therapeutische Erfahrung und auch den erfahrenen  klinischen Blick der Hormomspezialisten.

 

Gynäkologische Ultraschallkontrollen jährlich 

 

Insbesondere zur Kontrolle des Brustgewebes (u.a. Mastopathie, Zyten) und der Gebärmutterschleimhaut (Schleimhauthöhe < 4-5 mm, endometeriale Transformation) sind im Rahmen der Hormonbehandlung wenigstens jährliche gynäkologische Ultraschallkontrollen zwingend erforderlich. Nur so lässt sich die so wichtige Balance zwischen dem Estradiol und dem Progesteron in der Langzeitwirkung erkennen. Dies ist (dringend) auch den Vielen nichtgynäkologischen bioidenten Hormonbehandlern zu empfehlen: Jährliche gynäkologische Ultraschallkontrollen sind obligat.  

 

 

ZUSAMMENFASSUNG: IN WELCHER FORM AUCH IMMER, HAUPTSACHE NATÜRLICH UND BIOIDENT. UND: DER NUTZEN RECHTFERTIGT DEN ERHÖHTEN AUFWAND.

 

Zusammenfassend kann gesagt sein, dass in welcher Form eine bioidente Hormonbehandlung durchführt wird, Lee, Rimkus, getrennt, zusammen, die vorteilhafteste Behandlung ist jedenfalls bioidentisch mit den natürlichen Hormonen Progesteron, Östradiol und Östriol. Und: Vorteil rechtfertugen den erhöhten Aufwand aus unserer Sicht. 

 

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

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Arzt & Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin, Biologische Medizin, Komplementäre Onkologie

Bioidentische Hormonbehandlung & Medical Anti-Aging

(NATUM/DGGG)

 

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