DIE 4 RINGE DES  "STERANGERÜSTS", DER BASIS ALLER STEROIDHORMONE.

 

DIE HORMON VERWIRRUNG SEIT 2002

DIE WHI STUDIE

WARUM CHEMISCHE MEDIKAMENTE KEINE NATÜRLICHEN HORMONE SIND 

 

 

DER BEGINN DER HORMONVERWIRRUNG

DIE (METHODISCH FALSCHE) US-AMERIKANISCHE FRAUEN GESUNDHEITSSTUDIE WHI 1991

 

 

Bereits 1991 (Bekanntgabe 19.4.1991) war in den USA die sog. Womens Health Initiative (WHI) von der damals ersten Direktorin des National Health Institute (NHI) Bernadine Healy aufgesetzt.

 

                Fokussierten sich breit angelegte medizinische Studien (z.B. Framinham-Studie) bis dahin überwiegend auf Männergesundheit, war es nun Zielsetzung dies für Frauen in oder nach den Wechseljahren anzustreben. Das sog. Studiendesign war nun die landesweite systematische Untersuchung bestimmter Einflußfaktoren (z.B. Calcium, Vitamin D, Bewegung, Hormontherapie) auf die Gesundheit von Frauen nach der Menopause.

 

 

Prof. Bernadine Healey und die WHI - Die Hormonverwirrung 2002

 

Seit 2002 allerdings ist die gesamte Hormonbehandlung durch Studien mit ausschließlich Hormonmedikamenten erheblich in Verruf geraten. Die Angst vor allgemein "den Hormonen" sitzt seither aber tief. Anlass war 2002 eine überwiegend fehlinterpretierte Hormon-Medikamente-Studie aus den USA, die WHI Studie. Der methodisch schwerste Fehler der WHI Studie allerdings war die ausschliessliche Verwendung synthetischer, für den Menschen nicht natürlicher Hormon- Medikamente. 

 

                Es waren in dieser Studie also ausschliesslich körperfremde "Medikamente mit Hormonwirkung" verwendet worden. Auch wenn die Autoren die Studie 2016 erheblich revidiert hatten, wird in Fachveröffentlichungen bis heute nur allgemein von Hormonen, ggf. "Östrogenen" und "Gestagenen" gesprochen, wo jeweils dutzende biologisch unterschiedlich wirksamer Hormone existieren. Eine Vielzahl aktueller Studien aber beweist den Nutzen einer verantwortungsvollen Hormontherapie beim klimakterischen Syndrom: längeres Leben, weniger Herzkreislauf-Erkrankungen, Schutz vor Demenz, Diabetes, Osteoporose und Knochenfrakturen.

 

                Einer der untersuchten Einflussfaktoren der WHI war die postmenopausale Hormontherapie. Hier allerdings zeigte sich das Studiendesign erheblich fehlerhaft: Statt der für den Menschen natürlichen Hormone (Östradiol, Progesteron) waren körperfremde (unphysiologische) Hormonmischungen aus dem Urin trächtiger Stuten und synthetische Hormone (MPA) in relativ hohen Dosierungen verwendet worden. Zudem war das durchschnittliche Alter der untersuchten, oft bereits vorerkrankten Frauen mit 63 Jahren erhöht. Wechseljahre beginnen aber ab etwa 45 Jahre. Der sog. Endpunkt waren nicht Wechseljahresbeschwerden, um die es ja zunächst vordringlich geht, sondern Herz-Kreislauferkrankungen. Diese komplexen für Laien und oft auch für Fachleute nur schwer durchschaubaren methodischen Fehler waren 2016 von Autoren eingeräumt, bei weitem aber nicht so kommuniziert wie seinerzeit die WHI Studie 2002.  

 

 

DER SCHWERSTE METHODISCHE FEHLER DER WHI WAR DIE VERWENDUNG KÖRPERFREMDER UND SYNTHETISCHER MEDIKAMENTE MIT HORMONWIRKUNGEN

 

 

Verwendung fanden im Rahmen der WHI ausschließlich körperfremde / (teil-) synthetische Hormone aus dem Urin trächtiger Stuten. Dies ist oft verschleiert, aber von enormer Bedeutung. Denn Pferdehormone entsprechen in ihren biologischen Gesamtwirkungen nicht den Menschenhormonen Östradiol und Progesteron.    

 

                Es handelte sich bei der WHI um sog. konjugierte equine Estrogene in der sog. Monotherapie, das Präparat hier hieß PREMARIN ®, (Markenname in Deutschland PRESOMEN ®) und um ein kombiniertes konjugiertes Estrogen/Gestagen Präparat mit dem Namen PREMPRO ®. Dieses Präparat entspricht in Deutschland in etwa dem Präparat PRESOMEN COMPOSITUM ® (Medrogeston ersetzt hier MPA). 

 

                In allen Fällen jedenfalls handelte es sich im Rahmen der WHI um körperfremde/synthetische Substanzen, die unphysiologisch, also unnatürlich für den Menschen sind und u.a. über die Leber abgebaut sind. Alleine schon durch nur diesen Umstand verdoppelt sich durch Stoffwechselvorgänge das Thromboserisiko im Vergleich zu dem körperiegenen natürlichen Östrogen 17-ß-Östradiol bei den Behandelten.  

Die Unterschiede liegen hier wie so oft im Detail. Dies wird leider all zu oft so nicht kommuniziert, Äpfel und Birnen werden verglichen. Körperfremde und körpereigene Hormone sind in ihren Stoffwechselwirkungen eben unterschiedlich zu betrachten. 

 

                Der Vorteil dieser körperfremden/synthetischen Präparate allerdings ist eine verhältnismässig bequeme orale Einnahme, Stichwort "Hormone zum Schlucken".

 

                Um die Bedeutung der Verwendung synthetischer Hormonpräparate zumindest im Überblick nachvollziehen zu können, ist eine kurze Erläuterung der natürlichen (physiologischen) Östrogene und des natürlichen Progesterons hilfreich. Hier liegt nämlich der Teufel im Detail und leider wird die vermutlich mehr als wesentliche Bedeutung der Unterschiede zwischen SYNTHETISCHEN und NATÜRLICHEN Hormonen in der Regel in der Kommunikation, den Publikationen und den Berichten über die postmenopausale Hormontherapie nicht differenziert. Dabei ist vermutlich dies der Schlüssel zum wirklichen Verständnis der Hormonbehandlung in und nach den Wechseljahren. 

 

 

KOMPLIKATIONEN & TEILABBRUCH DER WHI STUDIE 2002 

 

 

Im Rahmen der Studie fiel auch aufgrund dieser erheblichen methodischen Fehler dann eine erhöhte Rate an Komplikationen auf, was 2002 zum Teil-Abbruch der Studie und einem weltweiten Hormonbeben und einer bis heute anhaltenden generellen Diskreditierung der gesamten hormonellen Wechselahresbehandlung führte. Eine oft sinnvolle Hormonbehandlung brach nach 2002 weltweit um bis zu 70% ein. Denn nach wie vor überwiegen meist die Vorteile einer Hormontherapie.

 

 

ERGEBNISS DER WHI STUDIE: HORMONANGST UND HORMONVERMEIDUNG

 

 

Was bis heute blieb ist eine nach wie vor anhaltende diffuse Hormonangst der Frauen und eine oft ungerechtfertigte Hormonvermeidung, selbst bei schwersten Wechseljahresbeschwerden mit u.U. chronischen Folgen einen langfristigen Hormonmangels. Neuere Untersuchungen aus den USA sprechen von aktuell 20.000 bis 90.000 Tote aufgrund einer ungerechtfertigten übermäßigen Hormonvermeidung (Stute 2017). 

 

 

VEREINFACHT FORMULIERT: DIE HORMONVERWIRRUNG SEIT 2002 BEZIEHT SICH VOR ALLEM AUF KÖRPERFREMDE

ESTROGENMISCHUNGEN UND

SYNTHETISCHE GESTAGENE

 

 

Auch wenn es sich, wie Erfahrungen zeigen, selbst in der Ärzteschaft und gar bei der Vielzahl der Gynäkologen kaum kommunikabel ist und/oder es aus Unkenntnis oder ggf. bewusst verschleiert ist:

 

                Es besteht ein erheblicher Unterschied in der Wirkung zwischen dem natürlichen 17-ß-Östradiol des Menschen und den körperfremden konjugierten (verbundenen) equinen Estrogenmischungen aus dem Urin trächtiger Stuten und zwischem dem natürlichen Progesteron und den künstlichen Progestinen.

 

                Selbst akutelle Publikationen allerdings differenzieren diese wesentlichen biologischen Unterschiede - körpereigen/körperfremd - nicht. Es wird vereinfachend von "Östrogenen" und/oder "Gestagenen" gesprochen. 

  

 

DIE DINGE DER NATUR, DIE NATUR DER DINGE

KONSEQUENZ AUS DER WHI STUDIE

KÖRPEREIGENE BIOIDENTE HORMONE

 

 

Auch wenn die Ergebniss der WHI mittlerweile relativiert sind und überwiegend der Nutzen einer HRT auch mit equinen Hormonen im Vordergrund stehen, empfiehlt sich eine Hormonbehandlung heute vor allem aber mit den körpereigenen bioidenten Hormonen Progesteron, Östradiol und Östriol.

 

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

Arzt,

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin, Komplementäre Onkologie

Bioidentische Hormonbehandlung

(NATUM/DGGG)

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