Das Sterangerüst, Grundlage aller Steroidhormone mit den diversen Bindungsstellen.

 

AB JETZT WIRD HORMON-DESIGNT

DIE ÄRA DER

KÜNSTLICHEN HORMONE

EINE REVOLUTION ZU EINEM HOHEN PREIS

 

 

PROF. HABERLANDT - DER VORDENKER DER HORMONELLEN VERHÜTUNG

 

 

Das grundsätzliche Prinzip der hormonellen Verhütung erkannte bereits Anfang der 1920 er Jahre der österreichische Physiologe Prof. Haberlandt. Haberlandt bemerkte an der Universität Innsbruck durch physiologische Versuche an Tieren, dass eine bereits bestehende Schwangerschaft die Heranreifung weiterer Eizellen in den Ovarien - und damit eine weitere Schwangerschaft - zu verhindern vermochte. Das grundsätzliche Prinzip der hormonellen Verhütung war damit erkannt, ohne dass Haberlandt allerdings der genaue Mechanismus der Verhütung bekannt war und das zugrundeliegende Progesteron identifizert war. Die Entdeckung des Progesterons und die molekulare Strukturbeschreibung sollte erst 15 Jahre später 1935 durch Butenandt gelingen.  

                Auch wenn zahlreiche Versuche  unter anderem aufgrund auch offenbar erheblicher gesellschaftlicher Widerstände zur Herstellung eines hormonellen Verhütungspräparates ohne Erfolg verblieben, so war jedenfalls das noch heute gültige Prinzip der hormonellen Verhütung durch Haberlandt  erkannt.  

                Bevor es allerdings zur Marktreife der ersten hormonelllen Verhütungspille im Jahre 1960 kommen sollte, brauchte es noch zahlreiche weitere Entdeckungen und Entwicklungen, die bereist erwähnte Entdeckung des Progesterons durch den Butenandt, wofür er den Nobelpreis 1939 erhielt, die kostengünstige Herstellung von Progesteron aus der mexikanischen Yamswurzel durch den US-amerikanischen Prof. Marker und die Entwicklung des ersten künstlichen Hormones durch den in Wien geborenen Prof. Djerassi. Djerassi, der "Vater der Pille", bezeichnete seinen Landsmann Haberlandt später als den "Grossvater der Pille". 

   

 

Quellen: Zangerl C, Wenn Wissenschaft Lebensgrenzen setzt. Die Aufzeichnungen des Innsbrucker Physiologen Ludwig Haberlandt (1885-1932). Innsbruck, Wagner 2014. Erfahren - Erinnern - Bewahren: Bd. 3. ISBN 978-3-7030-0830-6 / Haberlandt E. Ludwig Haberlandt. A pioneer in hormonal contraception. In: Wiener Klinische Wochenschrift, 2008, S. 746-749 / Universität Innsbruck Fundgrube Vergangenheitgrossvater der Pille. (https://www.uibk.ac.at/forschung/magazin/12/fundgrube-vergangenheit.pdf) 

Franz Th. Brü. Haberlandt, Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 395 (Digitalisat). / 

 

 

Prof. Marker (li.) und Prof. Djerassi (re.)

 

 

Prof. Marker - Der Entdecker der mexikanischen Yamswurzel und des bioidentischen Progesterons

 

Auch wenn Prof. Butenandt u.a. das natürliche humane Progesteron 1935 entdeckte und in Kleinstmengen (mg) aus Ovarien zu isolieren vermochte, gelang erst dem US- amerikanischen Chemiker Prof. Marker die kostengünstige Massen-Herstellung des bioidenten humanen Progesterons aus der mexikanischen Yamswurzel. 

                Mit dem von Prof. Marker in 1930/40 er Jahren entwickelten 3-stufigen Verfahren, der nach ihm benannten Marker-Degradation, lassen sich aus der Yamswurzel steroidale Sexualhormone in grosser Menge herstellen. Auch wenn es sich hier um ein spezifisch chemisches Verfahren handelt, entstehen hierbei Sexualhormone, die exakt die gleiche Struktur besitzen, wie die vom Körper selbst gebildeten Hormone. Aus diesem Grund werden sie als "bioidentisch" bezeichnet. Heute werden bioidente Hormone auch aus Soja gewonnen. 

 

Quellen: American Chemical Society International Historic Chemical Landmarks. The “Marker Degradation” and Creation of the Mexican Steroid Hormone Industry 1938-1945  /

www.acs.org/content/acs/en/education/whatischemistry/landmarks/progesteronesynthesis.html (accessed Month Day, Year).

 

 

PROF. DJERASSI - DAS ERSTE KÜNSTLICHE HORMON

 

 

Abb. Prof. Marker (li.), der Vater der bioidentischen Hormone und Prof. Djerassi (re.), der

Vater der synthetischen Hormone

 

 

Auf den  grundsätzlichen Entdeckungen und Entwicklungen Haberlandts, Butenandts und Markers entwickelte sich Ende der 1940 er Jahren in Mexiko eine chemische Hormonindustrie. 1951 wurde dann von der Gruppe um Prof. Djerassi das erste synthetische Hormon hergestellt (Norethisteron). Hieraus entwickelte sich bis 1960 die erste Verhütungspille. Damals ein Segen, denn erstmals konnte Verhütung selbstbestimmt mit Tabletten erfolgen, heute aufgrund von Nebenwirkungen oftmals in der Kritik.  Von 1951 an jedenfalls wurden synthetische Hormone von Chemikern Zauberlehrlingen gleich in vielen künstlichen Varianten für vielerlei Indikationen "designt". 

 

Unter anderem ausgehend von den chemischen Verfahrensentwicklungen Prof. Markers entwickelte die Gruppe um den den in Wien geborenen Prof. Djerassi 1951 in Mexiko City das erste breite Verwendung findende künstliche Hormon Norethisteron. Auch wenn bereits von Butenandt in den 1930 er künstliche Hormone u.a. aus Soja synthethisiert waren, sollte mit Djerassi1951 endgültig die Ära der "Medkamente mit Hormonwirkung" beginnen. Mit dem Norethisteron sollte 1960 in den USA und 1961 in Deutschland die erste Verhütungspille auf den Markt kommen.

 

 

Prof. Djerassi - Der Erfinder des ersten künstlichen Hormones aus dem bioidentischen Progesteron

 

 

WAS BEDEUTET DAS EIGENTLICH KÜNSTLICHES HORMON?

 

 

Möchte  man die Hormonbehandlung des Menschen und die aktuelle Horminverwirrung seit 2002 verstehen, so muss man etwas tiefer in den komplexen Hormon-Werkzeugkasten der Natur blicken. Es gibt ja nicht die Hormone, es gibt nicht das Östrogen oder das Gestagen. Es sind dutzende verschiedener Hormone. Selbst unter Ärzten gar Endokrinologen wird häufig nicht exakt, dabei wäre dies von grösster Bedeutung. Die Sprachverwirrung jedenfalls ist heute komplett. 

 

 

EIN NATÜRLICHES PROGESTERON (C21)

 

 

VIELE KÜNSTLICHE PROGESTINE

 

 

 

DREI NATÜRLICHE ÖSTROGENE (C18)

 

 
VIELE KÜNSTLICHE ÖSTROGENE
 

 

Abb. 1 18 verschiedene Östrogene (Mensch, Pferd, synthetisch) mit zum Teil erheblich unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen. Ohne sich zu sehr chemischen Strukturkleinklein zur verlieren, ist allen Östrogenen der "aromatische" Ring 1 des Sterangerüstes gemein.   

 

DR. MED. GUIDO C. HOFMANN

Arzt,

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe, Pränataldiagnostik Stufe II, Kinderwunsch, 

Integralmedizin, Komplementäre Onkologie

Bioidentische Hormonbehandlung

(NATUM/DGGG)

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